Die Josef-Kardinal-Frings-Brücke verbindet Düsseldorf und Neuss als Teil der Bundesstraße 1 und ist von zentraler Bedeutung für den Individual- und öffentlichen Nahverkehr sowie den Warenverkehr. Täglich nutzen rund 57.000 Fahrzeuge und 1.800 Radfahrende die Brücke. Aufgrund ihres Alters ist ein Ersatzneubau notwendig – angekündigt im Juni 2024.
Die DEGES prüft im Rahmen einer Machbarkeitsstudie verschiedene Vorzugstrassen und Brückentypen. Aufgrund zahlreicher Infrastrukturelemente wie Autobahnanschlüsse, Straßenbahnlinien und städtischer Zwangspunkte handelt es sich um eine hochkomplexe planerische Aufgabe.
Die Brücke ist ein zentrales Thema in der Lokalpolitik beider Städte – der Diskurs wird von Verkehrsplanung, Wirtschaftseinbußen und politischem Druck zur Beschleunigung geprägt. Für dieses sensible Infrastrukturprojekt beauftragte die DEGES Lots* mit einer strategischen Umfeldanalyse, um relevante Themen und Stakeholder*innen frühzeitig zu identifizieren und daraus fundierte Botschaften und Maßnahmen abzuleiten.
Lots* entwickelte einen systematischen Analyseprozess, der mit einem Startworkshop begann und in mehreren Phasen vertiefte Erkenntnisse generierte. Durch die strukturierte Stakeholder*innen-Identifikation entstand ein umfassendes Bild des Projektumfelds. Die PESTEL-Analyse erfasste und bewertete politische, ökonomische, soziale, technologische, ökologische und rechtliche Einflussfaktoren auf den Ersatzneubau.
Im Zentrum der Arbeit stand die Entwicklung einer belastbaren Stakeholder*innen-Datenbank, die alle relevanten Akteur*innen systematisch erfasste und priorisierte. Die Stakeholder*-Analyse identifizierte Interessen, Einflüsse und potenzielle Konfliktfelder. Auf dieser Grundlage leitete Lots* konkrete Botschaften und Maßnahmen für jede Stakeholder*innen-Gruppe ab. Diese strategische Kommunikationsvorbereitung schafft die Basis für eine proaktive, zielgruppengerechte Kommunikation während der gesamten Projektlaufzeit.
Die DEGES erhielt eine umfassende Umfeldanalyse mit klaren Handlungsempfehlungen. Stakeholder*innen-Datenbank, PESTEL-Analyse und abgeleitete Botschaften bilden ein strategisches Fundament für die Kommunikation rund um den Ersatzneubau der Josef-Kardinal-Frings-Brücke. Durch die frühzeitige Stakeholder*innen-Identifikation kann die DEGES nun gezielt und vorausschauend kommunizieren – eine wesentliche Voraussetzung für die erfolgreiche Umsetzung dieses Infrastrukturprojekts.
Systematische Stakeholder*innen-Identifikation und -Analyse
PESTEL-Analyse des Projektumfelds
Entwicklung einer Stakeholder*innen-Datenbank
Ableitungen von Botschaften und Maßnahmen
Erstellung eines Feinkonzepts mit Botschaften und Maßnahmenempfehlungen
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