Stakeholder-Management Wer früh zuhört, muss später weniger erklären

Für Stadtwerke, Verkehrsbetriebe und Kommunen: Energie- und Mobilitätsprojekte erfolgreich umsetzen.

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„Es geht nicht nur darum, wie wir mit unseren Stakeholder*innen kommunizieren. Genauso wichtig ist die Frage, ob wir überhaupt wissen, wer alle unsere Stakeholder*innen sind – und was sie wirklich bewegt. Wer das nicht beantworten kann, kommuniziert schnell ins Leere. Oder schlimmer: in einen Konflikt hinein."

Jan Zederbohm
Jan Zederbohm Kommunikationsberater bei Lots*
Stakeholder eines Infrastrukturprojektes im Dialog

Stadtwerke, Kommunen, Verkehrsbetriebe und Netzbetreiber stehen bei Infrastrukturprojekten vor einem vielschichtigen Akteur*innen-Umfeld: Bürger*innen, Gewerbetreibende, Lokalpolitik, Medien und Behörden. Sie alle haben Erwartungen an das Vorhaben. Und durch ihr Handeln können sie maßgeblich beeinflussen, ob ein Projekt auf Widerstände stößt oder ob alle an einem Strang ziehen.

Wer die Akteur*innen eines Projekts kennt, bevor sie sich positionieren, kann handeln statt reagieren. Das ist der Kern von professionellem Stakeholder*innen-Management und der Unterschied zu reaktiver Öffentlichkeitsarbeit. 

Lots* begleitet Infrastrukturprojekte von der ersten Analyse bis zur laufenden Kommunikation. Nicht mit dem Ziel, alle auf eine Linie zu bringen, sondern um Konflikte früh zu erkennen und steuerbar zu machen. Unser Team bringt mehr als zwei Jahrzehnte Erfahrung in der Infrastrukturkommunikation mit – in Energie- und Mobilitätsprojekten, bundesweit. 

Was ist Stakeholder*innen-Management?

Stakeholder*innen-Management bezeichnet die strukturierte Identifikation, Analyse und Einbindung aller Akteur*innen, die von einem Projekt betroffen sind oder Einfluss darauf nehmen können. Ziel ist ein nachhaltiges Gleichgewicht zwischen den Interessen des Projekts und denen der Stakeholder*innen. Es beginnt in der Projektstartphase und begleitet das Vorhaben durch alle Phasen.

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Warum Infrastruktur­projekte an mangelndem Stakeholder*innen-Management scheitern

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Stakeholder*innen werden zu spät einbezogen

Projektverantwortliche wissen oft erst, wer die relevanten Akteur*innen sind, wenn diese sich bereits organisiert haben. Die Bürger*innen-Initiative ist gegründet, der*die Lokalpolitiker*in positioniert, der*die Journalist*in informiert. Wer zu spät reagiert, verliert Handlungsspielraum. 

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Stakeholder*innen-Management endet nach der Startphase

Eine initiale Stakeholder*innen-Analyse reicht nicht. Positionen verschieben sich, neue Akteur*innen treten auf, Projektrahmenbedingungen ändern sich. Wer das nicht mitverfolgt, verliert die Steuerungsfähigkeit – oft genau dann, wenn es kritisch wird. 

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Intern keine gemeinsame Linie

Wenn Projektleitung, Kommunikation und Politik unterschiedliche Botschaften senden, merkt das die Öffentlichkeit. Widersprüchliche Aussagen kosten Glaubwürdigkeit: Akzeptanz nach außen entsteht nur, wenn intern Klarheit herrscht. 

Wie Lots* Stakeholder*innen-Management gestaltet

Stakeholder*innen als Ressource

Kritische Akteur*innen wissen etwas, das kein Planungsbüro weiß. Wer die lokalen Verhältnisse kennt, wer die Geschichte eines Ortes trägt, wer die Sorgen der Betroffenen artikulieren kann – das sind wertvolle Stimmen. Positiv eingestellte Stakeholder*innen werden darüber hinaus aktiv als Multiplikator*innen eingebunden. Sie tragen Inhalte glaubwürdig weiter – in Netzwerke, die wir allein nicht erreichen. 

Das gemeinsame Anliegen zählt

Lots* arbeitet nach dem Prinzip des issue-focused Stakeholder*innen-Managements. Nicht das durchführende Unternehmen definiert den Kommunikationsprozess, sondern das Anliegen, das alle Beteiligten teilen. Regelmäßige Netzwerktreffen, informelle Kontakte und eine Kommunikation, die Sorgen ernst nimmt, schaffen die Grundlage dafür. Kooperativ erarbeitete Lösungen sind tragfähiger. Und sie verfügen langfristig über größere gesellschaftliche Akzeptanz. 

Haltungen verstehen, Akteur*innen aktivieren

Einmal analysieren reicht nicht. Stakeholder*innen-Management ist kein Projekt, sondern ein Prozess. Positionen verschieben sich. Neue Akteur*innen treten auf. Rahmenbedingungen ändern sich. Lots* aktualisiert das Stakeholder*innen-Bild in jeder Projektphase. Wir kategorisieren klar: Fürsprecher*innen, Kritiker*innen, Unentschlossene und entwickeln für jede Gruppe eine Strategie: Wer muss gehört werden? Wer kann aktiviert werden?  

Stakeholder*innen-­Management in der Praxis: Drei Beispiele

DEGES – Ersatzneubau Josef-Kardinal-Frings-Brücke

DEGES – Ersatzneubau Josef-Kardinal-Frings-Brücke

Die Josef-Kardinal-Frings-Brücke zwischen Düsseldorf und Neuss trägt täglich rund 57.000 Fahrzeuge – und viel politischen Druck. Der geplante Ersatzneubau ist planerisch hochkomplex und kommunikativ heikel. Lots* begleitete die DEGES mit einer strategischen Umfeldanalyse: von der systematischen Stakeholder*innen-Identifikation über eine PESTEL-Analyse bis zur Entwicklung zielgruppengerechter Botschaften und Maßnahmen. Das Ergebnis: Ein strategisches Kommunikationsfundament, das vorausschauendes Handeln ermöglicht.  

Stadt Köln – Stadtbahn Ost-West-Achse

Stadt Köln – Stadtbahn Ost-West-Achse

Die Kapazitätserweiterung der Kölner Stadtbahnlinie 1 durch die Innenstadt ist eines der komplexesten Infrastrukturprojekte der Stadt – planerisch, politisch und gesellschaftlich. Zwei gleichwertig untersuchte Varianten, jahrelange Öffentlichkeitsprozesse, viele Betroffene. Lots* begleitet die Stadt Köln mit langfristigem Stakeholder*innen-Management: von der Betreuung eines politischen Begleitgremiums über Fachgespräche mit der Stadtgesellschaft bis zur vollständigen Projektkommunikation. Das Ergebnis: Vertrauen in einen Planungsprozess, der Anliegen ernst nimmt – und Antworten liefert. 

VBB Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg – Infrastrukturprojekt i2030

VBB Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg – Infrastrukturprojekt i2030

Das Schienennetz zwischen Berlin und Brandenburg wächst – und mit ihm die Zahl der Akteurinnen, die eingebunden, informiert und überzeugt werden müssen. Beim Großprojekt i2030 begleitete Lots* den VBB mit Stakeholder*innen-Management und Partner*innen-Kommunikation: von der strategischen Beratung in der internen und externen Kommunikation über die Moderation einer digitalen Bürger*innen-Veranstaltung mit rund 300 Teilnehmenden bis zur Entwicklung eines Planspiels für Jugendliche. Das Ergebnis: Ein vielschichtiges Infrastrukturprojekt, das seine Stakeholder*innen nicht verliert, sondern mitnimmt.

Vertiefung: Whitepaper Multistakeholder-Management

Vertiefung: Whitepaper Multistakeholder-Management

Welche Rolle spielen Stakeholder*innen für den Erfolg von Großprojekten? Wie identifizieren Sie Interessen frühzeitig und gestalten eine Kommunikation, die Widerstände verhindert? Das Whitepaper zeigt, wie systematisches Multistakeholder-Management zum entscheidenden Erfolgsfaktor wird. 

Ihr Ansprechpartner für 
Stakeholder*innen-Management

Jan Zederbohm

Jan Zederbohm

Kommunikationsberater bei Lots*

Wen muss ich einbinden und wie erreiche ich diese Menschen wirklich? Diese Frage leitet Jan Zederbohm. Die Antwort findet er mit einem strukturierten Blick auf Projekte und dem Anspruch, Informationen klar und verständlich aufzubereiten, aber vor allem mit dem Gespür dafür, die richtigen Akteur*innen zum richtigen Zeitpunkt abzuholen.

Häufige Fragen zum Stakeholder*innen-Management

Bevor ein Projekt öffentlich bekannt wird. Wer erst mit Stakeholder*innenn spricht, wenn der erste Widerstand sichtbar ist, zahlt einen höheren Preis. Lots* empfiehlt, Stakeholder*innen-Analysen bereits in der Machbarkeitsphase zu starten.

Beim organisation-focused Ansatz steht das durchführende Unternehmen im Mittelpunkt – Ziel ist es, das Projekt gegen möglichst wenig Widerstand durchzuführen. Beim issue-focused Multistakeholder*innen-Management steht das gemeinsame Anliegen aller Beteiligten im Zentrum. Gemeinsam erarbeitete Lösungen sind tragfähiger und verfügen langfristig über größere gesellschaftliche Akzeptanz. Lots* kombiniert beide Ansätze, je nach Projektkomplexität und Konfliktlage.

Nicht über Reichweiten oder Klickzahlen. Entscheidend sind reale Auswirkungen: Genehmigungsverfahren, die reibungsloser liefen. Konflikte, die nicht eskalierten. Stakeholder*innen, die sagen: Wir haben immer rechtzeitig gewusst, was auf uns zukommt. Das ist der Beweis, dass Stakeholder*innen-Management seine wichtigste Funktion erfüllt hat.

Überall dort, wo Infrastrukturvorhaben auf eine vielschichtige Akteur*innenlandschaft treffen: Wärmenetzausbau, grundlastfähige Tiefengeothermie, Windenergie, Stromnetzausbau, Stadtbahnprojekte, Schienenreaktivierung, Straßeninfrastruktur. Kurz: bei allen Projekten, bei denen Zustimmung keine Selbstverständlichkeit ist.

 

Stakeholder*innen-Management von Anfang an richtig aufsetzen

Sprechen Sie mit Jan Zederbohm – oder vertiefen Sie das Thema mit unserem Whitepaper zum Multistakeholder*innen-Management.

Jan Zederbohm
Jan Zederbohm Kommunikationsberater