Wärmeversorgung

Akzeptanz schaffen für Fernwärme und Wärmenetze

Für Stadtwerke und Kommunen: zukunftsfeste Wärmeversorgung kommunikativ so aufsetzen, dass Projekte reibungsärmer verlaufen. 

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„Wer Fernwärme ausbauen will, bittet Menschen um Vertrauen in ein System, das sie nicht selbst gewählt haben. Das ist keine Kleinigkeit. Deshalb reicht es nicht, die Technik zu erklären. Es braucht Kommunikation, die benennt, was der Anschluss bedeutet, was er kostet – und warum die Entscheidung trotz allem richtig ist." 

Miriam Mathias
Miriam Mathias Kommunikationsberaterin bei Lots*
Fernwärme

Wärmeversorgung als Infrastruktur ist gesellschaftlich konfliktbehaftet. Der Ausbau von Fernwärmenetzen, die Umsetzung kommunaler Wärmeplanung und die Aktivierung von Eigentümer*innen gehen weit über technische Planung hinaus. Sie berühren Eigentumsrechte, Investitionsentscheidungen und das Vertrauen in kommunale Institutionen.

Stadtwerke und Kommunen müssen erklären: warum das Netz gerade jetzt ausgebaut wird, warum bestimmte Quartiere zuerst erschlossen werden und was der Anschluss konkret bedeutet. Wer darauf keine klaren Antworten hat, verliert das Vertrauen – auch wenn die Technologie überzeugt.

Das Team von Lots* vereint mehr als zwei Jahrzehnte Erfahrung in der Kommunikation von Infrastrukturprojekten. Wir unterstützen Stadtwerke und Kommunen dabei, Kommunikationsstrategien zu entwickeln, die Akzeptanz für eine zukunftsfeste Wärmeversorgung schaffen. Dabei betreffen unsere Themen beispielsweise die Akzeptanzsicherung beim Fernwärmeausbau oder politisches Stakeholder*innen-Management.

Was ist Akzeptanzkommunikation für Wärmeversorgungsprojekte?

Akzeptanzkommunikation für Wärmeversorgung ist die strategische Kommunikationsplanung für den Ausbau und Betrieb von Fernwärme- und weiteren Wärmenetzen. Ziel ist es, gesellschaftliches Vertrauen aufzubauen, bevor Widerstand entsteht. Sie beginnt vor dem ersten öffentlichen Planungsschritt und begleitet ein Projekt durch alle Phasen: von der kommunalen Wärmeplanung und deren Fortschreibungen bis zur Anschlussgewinnung.

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Warum Kommunikation bei Wärmeversorgungsprojekten so anspruchsvoll ist

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Alle wissen, dass kommuniziert werden muss, aber keiner weiß, wie

Die kommunalen Wärmepläne sind beschlossen. Jetzt geht es in die Umsetzung. Und plötzlich zeigt sich: Anspruch und Wirklichkeit klaffen weit auseinander. Alle sagen, man müsse gut kommunizieren. Aber wie das konkret geht – mit welchen Formaten, für welche Zielgruppen, in welcher Reihenfolge – das ist in den meisten Projekten noch offen. Lots* hilft dabei, aus dem Anspruch eine Strategie zu machen.

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Zukunftsfeste Wärmeversorgung verlangt Verhaltensänderung

Es geht nicht nur um Infrastruktur. Es geht darum, dass Eigentümer*innen dämmen, sanieren, Wärmepumpen installieren und im Zweifel ihre Gasheizung aufgeben. Das ist Verhaltensänderung im großen Maßstab. Klassische Informationskampagnen reichen dafür nicht. Es braucht Formate, die dort ansetzen, wo Entscheidungen wirklich fallen und Menschen, die in den direkten Austausch und auch als Mittler in die Haushalte gehen.

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Viele Akteur*innen, keine gemeinsame Sprache

Stadtwerke, Kommunen, Ingenieur*innen, Stadtplanung, Wissenschaft – alle sitzen am Tisch, aber selten abgestimmt. Stadtwerke denken in Anschlussquoten. Kommunen denken in Legislaturperioden. Ingenieur*innen denken in Trassenpunkten. Ohne eine gemeinsame Kommunikationsstruktur entstehen Widersprüche – nach innen wie nach außen. Das merken die betroffenen Personen, Unsicherheit kann entstehen.

Was Lots* bei Wärmeversorgungsprojekten übernimmt

Wärmenetz-Transformation kommunikativ begleiten

Der Ausbau von Fernwärmenetzen ist das kapitalintensivste und konfliktträchtigste Handlungsfeld. Lots* entwickelt Akzeptanzstrategien für den Netzausbau – von der frühen Öffentlichkeitsarbeit über die Baukommunikation bis zum Stakeholder*innen-Management bei der Trassenplanung. Ziel ist neben der hohen Anschlussquote ein Prozess, der auch dann trägt, wenn es schwierig wird.

Eigentümer*innen und Quartiere aktivieren

Die Umsetzung klimafreundlicher Wärmeversorgung findet im Privaten statt. Lots* konzipiert Kommunikationsmaßnahmen, die Eigentümer*innen erreichen. Und das mit Formaten, die dort ansetzen, wo Entscheidungen wirklich fallen. Das kann ein regelmäßiger Quartiersdialog sein oder der Austausch mit Schornsteinfeger*innen, die dann mit passenden Infomaterialien ausgestattet in die Haushalte gehen. Ihnen wird vertraut und sie können einschätzen, was z. B. ein Fernwärmeausbau für eine bestimmte Straße bedeutet. 

Politisches Stakeholder*innen-Management und Prozesssteuerung

Wärmeversorgung ist ein politischer Prozess. Lots* unterstützt Kommunen dabei, widerstreitende Interessen zu moderieren, die politische Kommunikation strategisch zu steuern und den Prozess auf Kurs zu halten. Und das auch dann, wenn der öffentliche Druck steigt.

Wärmeversorgung in der Praxis: Drei Beispiele

Stadtwerke Halle GmbH – Roadmap Klimaneutralität <2045

Stadtwerke Halle GmbH – Roadmap Klimaneutralität <2045

Lots* begleitet die Stadtwerke Halle mit Kommunikationsberatung und Moderation im Programm Roadmap Klimaneutralität <2045. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie ein komplexer Transformationsprozess intern und extern so kommuniziert wird, dass er Vertrauen schafft – bei Mitarbeitenden, Politik und Öffentlichkeit.

Städtische Werke Magdeburg GmbH & Co. KG – klimafreundliche Wärmeversorgung

Städtische Werke Magdeburg GmbH & Co. KG – klimafreundliche Wärmeversorgung

Lots* unterstützt die Städtischen Werke Magdeburg mit gezielter Akzeptanzkommunikation auf dem Weg zur klimafreundlichen Wärmeversorgung. Der Fokus liegt darauf, Bürger*innen frühzeitig einzubinden und die öffentliche Debatte proaktiv zu gestalten – bevor Widerstände entstehen.

Gemeinde Blankenfelde-Mahlow – kommunale Wärmeplanung

Gemeinde Blankenfelde-Mahlow – kommunale Wärmeplanung

Lots* begleitete die kommunale Wärmeplanung der Gemeinde Blankenfelde-Mahlow von der Konzeption bis zum Beschluss – mit einem Fachbeirat Wärme, einem Bürgerforum und umfassender Öffentlichkeitsarbeit. Ein Beispiel dafür, wie Beteiligung und Kommunikation von Anfang an als strategische Einheit gedacht werden können. 

Whitepaper: Kommunale Wärmeplanung

Whitepaper: Kommunale Wärmeplanung

Der Kommunale Wärmeplan steht – doch wie gelingt jetzt der Schritt von der Planung in die Umsetzung? Wie schaffen Sie Akzeptanz bei Bürger*innen und binden unterschiedliche Akteur*innen partnerschaftlich ein? Das Whitepaper zeigt, welche Rolle strategische Kommunikation spielt, wenn aus Plänen echte Veränderung wird.

Ihre Ansprechpartnerin für Wärmeversorgung

Miriam Mathias

Miriam Mathias

Kommunikationsberaterin bei Lots*

Miriam Mathias begleitet Wärmeversorgungsprojekte bei Stadtwerken und Kommunen. Sie kennt die Zwänge der Projektteams. Die Planungslogik der Ingenieur*innen. Und die Fragen der Eigentümer*innen, die wissen wollen, was der Anschluss sie wirklich kostet. Ihre Überzeugung: Akzeptanz entsteht nicht durch Argumente allein. Sondern durch echtes Zuhören – und die Bereitschaft, auch unbequeme Wahrheiten früh auszusprechen.

Häufige Fragen zur Kommunikation bei Wärmeversorgungsprojekten

Idealerweise bevor konkrete Entscheidungen gefallen sind. Wer erst kommuniziert, wenn der Ausbau beschlossen ist, findet oft bereits verhärtete Positionen vor. Frühzeitige Kommunikation schafft Raum für echten Dialog und verhindert, dass Gerüchte die Deutungshoheit übernehmen.

Indem man ehrlich ist – über das, was verhandelbar ist, und das, was es nicht ist. Bürger*innen akzeptieren auch schwierige Entscheidungen, wenn sie das Gefühl haben, ernst genommen zu werden. Was sie nicht akzeptieren: das Gefühl, dass etwas verschwiegen wird.

Weil sie tief in private Entscheidungen eingreift. In einigen Fällen sollen Eigentümer*innen in ein System investieren, das sie nicht selbst gewählt haben. Das ist erklärungsbedürftig. Und es braucht eine Kommunikation, die das ehrlich benennt, statt es zu beschönigen.

Nicht über klassische Informationsveranstaltungen. Eigentümer*innen, die sich nicht angesprochen fühlen, kommen nicht. Wirksamer sind Formate, die dort ansetzen, wo sie ohnehin sind – über Intermediäre wie Schornsteinfeger*innen, Hausverwaltungen oder lokale Netzwerke.

Widerstand ist kein Kommunikationsproblem – er ist ein Signal. Meistens zeigt er, dass Fragen offengeblieben sind oder Bedenken nicht ernst genommen wurden. Lots* hilft dabei, Widerstand frühzeitig zu erkennen, die dahinterliegenden Fragen zu verstehen und kommunikativ zu antworten – bevor aus Skepsis Ablehnung wird.

Nicht allein über Reichweite oder Klickzahlen. Entscheidend ist, ob Akzeptanz wächst, ob Anschlussquoten steigen, ob politische Prozesse stabil bleiben und ob Konflikte frühzeitig gelöst werden. Lots* definiert gemeinsam mit Auftraggeber*innen, welche Indikatoren für den jeweiligen Projektkontext relevant sind.

Vertrauen schaffen, bevor Widerstand entsteht

Sie planen ein Wärmeversorgungsprojekt – oder stecken bereits mittendrin? Sprechen Sie mit uns – oder vertiefen Sie das Thema mit unserem Whitepaper.

Miriam Mathias
Miriam Mathias Kommunikationsberaterin