Projektkommunikation: Gesellschaftliche Akzeptanz für Infrastrukturvorhaben sichern

Für Vorhabenträger*innen, Stadtwerke, Verkehrsbetriebe und Kommunen – die wissen, dass Kommunikation über den Projekterfolg entscheidet.

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StmB

„Projektkommunikation beginnt mit der Frage: Wer ist betroffen – und was braucht diese Person, um dem Vorhaben vertrauen zu können? Wer diese Frage früh stellt, ist strategisch gut aufgestellt."

Mareike Wald
Mareike Wald Kommunikationsberaterin bei Lots*
Bagger auf einer Infrastrukturbaustelle – Projektkommunikation schafft Akzeptanz, bevor die Bauarbeiten beginnen

Große Infrastrukturprojekte betreffen Menschen direkt – in ihrer Nachbarschaft, ihrem Alltag, ihrem Vertrauen in öffentliche Institutionen. Wer als Projektverantwortliche*r erst kommuniziert, wenn Widerstand entsteht, zahlt dafür einen hohen Preis: an Zeit, Vertrauen und Planungssicherheit.

Strategische Projektkommunikation setzt vor dem ersten öffentlichen Planungsschritt an. Sie klärt, wer wann mit wem über was spricht. Dabei geht es um Risikomanagement im Sinne einer strukturierten Vorbereitung auf Konflikte.

Unser Team vereint mehr als zwei Jahrzehnte Erfahrung im Bereich Projektkommunikation. Lots* begleitet Infrastrukturprojekte in Energie und Mobilität mit adressatengerechter Kommunikation, systematischer Stakeholder*innen-Analyse und der Bereitschaft, auch dann präsent zu bleiben, wenn es schwierig wird.

Was ist Projekt­kommunikation?

Projektkommunikation ist die strategische Planung und Steuerung aller Kommunikationsprozesse rund um Bau- und Infrastrukturvorhaben. Sie begleitet ein Projekt durch alle Phasen – von der Machbarkeitsstudie bis zur Inbetriebnahme. Anders als klassische Öffentlichkeitsarbeit legt Projektkommunikation fest, wer wann mit wem über was kommuniziert: intern im Projektteam, extern gegenüber Anwohner*innen, Stakeholder*innen, Medien und Politik.

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Warum Infrastruktur­projekte kommunikativ scheitern

Drei Muster wiederholen sich. Unabhängig von Branche und Projektgröße: 

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Meilensteine werden gefeiert – Beeinträchtigungen verschwiegen

Fortschritte kommunizieren ist einfach. Schwieriger wird es, wenn Sperrungen länger dauern als geplant, Lärm zunimmt oder Umleitungen den Alltag belasten. Wer nur die guten Nachrichten teilt, verliert das Vertrauen genau dann, wenn er es am meisten braucht. Ehrliche Kommunikation bedeutet: auch das Unbequeme ansprechen, bevor es andere tun.

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Stakeholder*innen werden zu spät identifiziert

Manche Akteur*innen – Gewerbetreibende, Pendler*innen, lokale Institutionen – merken erst mitten in der Bauphase, was das Projekt für sie bedeutet. Wer Stakeholder*innen früh kennt, kann gezielt informieren und aktivieren, statt später nur noch zu reagieren.

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Das Projekt verändert sich – die Kommunikation nicht

Infrastrukturprojekte sind keine statischen Konstrukte. Zeitpläne verschieben sich, Maßnahmen werden angepasst, neue Betroffene tauchen auf. Kommunikation, die einmal aufgesetzt und dann nicht weiterentwickelt wird, verliert schnell den Anschluss an die Projektrealität. Begleitende Kommunikation bedeutet kontinuierlich steuern, anstatt einmalig zu informieren.

Wie Lots* Projektkommunikation gestaltet: Haltung und Methodik

Projektkommunikation bei Lots* folgt drei Grundsätzen, die in jedem Projekt die Basis bilden.

Ehrlichkeit
vor Schönreden

Menschen akzeptieren Beeinträchtigungen, wenn sie ehrlich und frühzeitig darüber informiert werden. Lots* kommuniziert deshalb offen Verzögerungen, Lärm und Sperrungen. Wer Erwartungen realistisch setzt, schafft Vertrauen.  

Stakeholder*innen kennen, bevor sie sich organisieren

Lots* beginnt mit einer systematischen Umfeld- und Stakeholder*innen-Analyse, bevor ein Projekt öffentlich wird. Wer sind die relevanten Akteur*innen? Welche Interessen haben sie? Welche Fragen werden kommen? Wer das weiß, kommuniziert gezielt: zum richtigen Zeitpunkt, über den richtigen Kanal, mit der richtigen Botschaft.

Interne Kommunikation als Basis

Projektkommunikation beginnt im Projektteam. Lots* arbeitet deshalb immer auch mit Projektleitungen, Kommunikationsverantwortlichen und Führungskräften zusammen, damit alle an einem Strang ziehen. Nach außen kann nur glaubwürdig kommuniziert werden, was intern abgestimmt ist.

Projekt­kommunikation in der Praxis: Drei Beispiele

Bayerisches Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr – LANDSTADT BAYERN

Bayerisches Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr – LANDSTADT BAYERN

Zehn bayerische Gemeinden, ein Ziel: Brach- und Konversionsflächen innovativ zu neuen Orten für Wohnen, Arbeiten und Mobilität entwickeln. Lots* begleitet das Modellprojekt als externe Projektbetreuung kommunikativ von Anfang an: von der Konzeption des Auswahlverfahrens und der Moderation der Auswahlgremien über die Projektwebsite und einen Leitfaden für die Öffentlichkeitsarbeit bis hin zu Dialogveranstaltungen, die die beteiligten Kommunen miteinander vernetzen. 

SBEV – Stadtbahn Europaviertel Frankfurt

SBEV – Stadtbahn Europaviertel Frankfurt

Im Frankfurter Europaviertel entsteht ein neues innerstädtisches Quartier – und mit ihm 2,7 Kilometer neue Stadtbahnstrecke und vier Stationen. Lots* begleitet die SBEV mit strategischer Projektkommunikation: von der Beratung über Öffentlichkeitsarbeit bis zum Dialog mit Gremien und Stakeholder*innen. Ergebnis: Vertrauen durch frühzeitige, offene Kommunikation – damit sich die Projektverantwortlichen auf Planung und Bau konzentrieren können. 

enercity Erneuerbare GmbH – Windprojekt Wedemark

enercity Erneuerbare GmbH – Windprojekt Wedemark

Windenergieprojekte stoßen oft auf Widerstand. Besonders dann, wenn Kommunikation zu spät beginnt. In der Wedemark plant enercity bis zu 43 Windenergieanlagen – mitten in einer Region, die unmittelbar betroffen ist. Lots* begleitet die strategische Projektkommunikation über den gesamten Planungs- und Genehmigungsprozess: Stakeholder*innen-Analyse, Akzeptanzkommunikation und ein öffentlicher Infomarkt in Mellendorf, bei dem Bürger*innen an fünf Stationen direkt mit Expert*innen ins Gespräch kommen konnten. 

Vertiefung: White Paper Bau- und Projekt­kommunikation

Vertiefung: White Paper Bau- und Projekt­kommunikation

Welche Faktoren tragen zum kommunikativen Gelingen von Infrastrukturprojekten bei? Wie schaffen Sie frühzeitig Akzeptanz und Vertrauen in der Öffentlichkeit? Das White Paper zeigt, welchen Einfluss die richtige Kommunikationsstrategie auf den Projekterfolg hat.

Ihre Ansprechpartnerin für Projekt­kommunikation 

Mareike Wald

Mareike Wald

Kommunikationsberaterin bei Lots*

Projektkommunikation funktioniert nicht nach Schema F. Jedes Vorhaben hat seine eigene Geschichte, seine eigenen Akteur*innen und seine eigenen Konfliktlinien. Mareike Wald bringt die Erfahrung mit, genau hinzuschauen – und dann zu handeln.

Häufige Fragen zur Projekt­kommunikation 

Überall dort, wo Bau- und Infrastrukturvorhaben auf eine betroffene Öffentlichkeit treffen: Straßenbahnausbau, Wärmenetzausbau, Schienenreaktivierung, Stromnetzausbau. Kurz: bei allen Projekten, bei denen Zustimmung keine Selbstverständlichkeit ist.

So früh wie möglich: idealerweise bevor ein Projekt öffentlich bekannt wird. Wer erst kommuniziert, wenn Kritik laut wird, zahlt einen höheren Preis: mehr Aufwand, weniger Wirkung. Projektkommunikation ist ein Steuerungsinstrument. Sie entfaltet ihre Wirkung, wenn sie von Anfang an mitgedacht wird.

Öffentlichkeitsarbeit informiert. Projektkommunikation steuert. Sie legt fest, wer wann mit wem über was kommuniziert – intern im Projektteam, extern gegenüber Anwohner*innen, Stakeholder*innen, Medien und Politik. Sie ist ein strategischer Rahmen, der alle Kommunikationsprozesse eines Projekts zusammenhält.

Zeit und Geld. Verzögerungen durch Einsprüche, Klagen oder politischen Druck können Monate oder Jahre kosten. Reputationsschäden kommen hinzu. Investitionen in professionelle Projektkommunikation sind fast immer günstiger als die Folgekosten fehlender Kommunikation.

Über reale Auswirkungen: Genehmigungsverfahren, die reibungsloser liefen. Einsprüche, die ausblieben. Stakeholder*innen, die sagen: „Wir wussten immer, was auf uns zukommt." Das ist der Beweis, dass Kommunikation ihre wichtigste Funktion erfüllt hat.

Projektkommunikation von Anfang an richtig aufsetzen

Sie wollen Ihr Infrastrukturprojekt kommunikativ so aufstellen, dass Akzeptanz entsteht, bevor der erste Bagger rollt? Sprechen Sie mit uns – oder vertiefen Sie das Thema mit unserem White Paper.

Mareike Wald
Mareike Wald Kommunikationsberaterin