Gemeinsam zur Wärmewende: Bürgerbeteiligung für die Stadt Mainz 

Lots* begleitete die Stadt Mainz bei der Erstellung der kommunalen Wärmeplanung mit umfassender Akteursbeteiligung und Öffentlichkeitsarbeit. Im Fokus standen dialogorientierte Beteiligungsformate, die Fachexpertise verschiedener Akteur*innen einbanden und das komplexe Thema Wärmeplanung verständlich für die Bürger*innen aufbereiteten.

Fachwissen und Öffentlichkeit einbinden

Die Stadt Mainz stand vor der Aufgabe, eine kommunale Wärmeplanung zu erstellen, die den Weg zur klimaneutralen Wärmeversorgung bis 2045 aufzeigt. Die zentrale kommunikative Herausforderung bestand darin, die Expertise von Fachakteur*innen gezielt in die Planung einzubinden und gleichzeitig das vielschichtige Thema Wärmeplanung transparent und verständlich für die breite Öffentlichkeit zu kommunizieren. Gemeinsam mit der Partnerin Tilia wurde Lots* beauftragt, den Beteiligungsprozess strategisch zu konzipieren und moderativ zu begleiten.

Stakeholder*innen-Dialog auf mehreren Ebenen

Wir entwickelten ein mehrstufiges Beteiligungskonzept, das verschiedene Akteur*innengruppen gezielt einband. In drei Fachgruppen-Workshops zu den Themen Kommunikation, Leitungsgebundene Energieinfrastruktur sowie Energieberatung und Handwerk erarbeiteten wir gemeinsam mit Fachämtern der Stadt Mainz, den Mainzer Stadtwerken und weiteren Expert*innen zentrale Grundlagen für die Wärmeplanung.

Die Fachgruppe Kommunikation entwickelte eine gemeinsame Kommunikationsstrategie mit zielgruppenspezifischen Kernbotschaften. In der Fachgruppe Energieberatung und Handwerk wurden konkrete Maßnahmen zur Überwindung praktischer Herausforderungen erarbeitet, darunter die Einrichtung eines One-Stop-Shops und die Entwicklung von Sanierungsfahrplänen. Mit allen Ortsbeiräten der Stadt Mainz führten wir zwei "Dialog Wärme"-Formate durch, die quartiersspezifische Rückmeldungen zur Wärmeplanung ermöglichten.

Bürger*innen-Foren und digitale Beteiligung

Für die breite Öffentlichkeit moderierten wir zwei Bürgerforen mit jeweils über 100 Besuchenden – das erste im Oktober 2025 zum Zwischenstand nach der Potenzialanalyse, das zweite im März 2026 zum fertigen Entwurf des Wärmeplans. Parallel dazu führten wir im März 2026 eine umfassende Onlinebeteiligung auf der Plattform SENF durch. Bürger*innen konnten über eine interaktive Dialogkarte Hinweise zum Entwurf des Mainzer Wärmeplans abgeben.

Zwei separate Umfragen ermöglichten der allgemeinen Öffentlichkeit sowie fachlichen Stakeholder*innen, detaillierte Rückmeldungen zur Planung zu geben. Begleitend entwickelten wir die Website-Unterseite zum Bürgerdialog redaktionell, erstellten FAQ zur internen Vorbereitung der Veranstaltungen und bereiteten Kommunikationsmittel wie Präsentationen und ein Faltblatt auf. Über ein kontinuierliches Medienmonitoring behielten wir die öffentliche Wahrnehmung des Projekts im Blick.

Erfolgreicher Abschluss mit Wirkung

Der kommunale Wärmeplan wurde erfolgreich fertiggestellt und am 17. Juni 2026 vom Stadtrat der Stadt Mainz beschlossen. Die Ergebnisse der Fachgruppen und Beteiligungsformate flossen systematisch in die Planung ein. Den Projektabschluss gestalteten wir gemeinsam mit dem Projektkernteam aus Kundin und Partnerin Tilia in einer moderierten Retrospektive, in der Erfolge und Herausforderungen des Beteiligungsprozesses reflektiert wurden. Die transparente und dialogorientierte Beteiligung schuf Vertrauen in den Prozess und ermöglichte eine breite Einbindung vielfältiger Perspektiven.

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Projektfakten

Stadt Mainz (in Zusammenarbeit mit Partnerin Tilia)
Mainz

Akteursbeteiligung und Öffentlichkeitsarbeit zur kommunalen Wärmeplanung

Beteiligungs- und Kommunikationskonzept für Politik, Verwaltung, Fachakteur*innen und Öffentlichkeit

Fachgruppen-Workshops, Dialog-Formate mit Ortsbeiräten, Bürgerforen

Onlinebeteiligung mit interaktiver Dialogkarte und Umfragen

Strategische Beratung zur Umsetzung der Formate

Redaktionelle Aufbereitung von Inhalten für Website und Kommunikationsmittel

Für welches Projekt wollen Sie Akzeptanz schaffen?

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Mareike Wald betrachtet die Prozesse und Technologien der Energiewende mit einem konstruktiven Blick für den Dialog, der mit Empathie die Sektoren, Interessen und Menschen mit all ihrer Komplexität zusammenbringt.

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