Lots* begleitet die Deutsche Energie-Agentur (dena) und das Kompetenzzentrum für Energieeffizienz durch Digitalisierung (KEDi) bei der Entwicklung eines bundesweiten Leitfadens zur Umsetzung des gesetzlichen Energie- und Anlagenmonitorings in kommunalen Nichtwohngebäuden. Gemeinsam mit einem wissenschaftlichen Institut und Pilotkommunen im Landkreis Leipzig entsteht ein praxisnahes Werkzeug, das komplexe rechtliche Anforderungen verständlich macht.
Mit § 71a des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) und der EU-Energieeffizienzrichtlinie (EED) stehen Kommunen vor neuen Pflichten: Große und mittlere Nichtwohngebäude – Rathäuser, Schulen, Sporthallen – müssen künftig ein kontinuierliches Energie- und Anlagenmonitoring einführen. Wer Heizung, Lüftung und Beleuchtung digital überwacht, kann den Energieverbrauch um 10 bis 20 Prozent senken – ohne große Investitionen. Doch viele Kommunen stehen vor strukturellen Hürden: knappe finanzielle Mittel, begrenztes Personal, fehlendes technisches Know-how und komplexe Verwaltungsstrukturen. Hinzu kommt: Kleine Gemeinden funktionieren anders als Landkreise, und technische Inhalte müssen für sehr unterschiedliche Zielgruppen verständlich aufbereitet werden – von der Verwaltungsmitarbeiterin über den Bürgermeister bis hin zu Akteurinnen auf Kreisebene.
Das KEDi entwickelt gemeinsam mit Partnerinnen einen praxisnahen Leitfaden, der Kommunen Schritt für Schritt zeigt, wie sie das gesetzliche Monitoring umsetzen können. Lots* sorgt dafür, dass dieser Leitfaden nicht nur fachlich fundiert, sondern auch verständlich und überzeugend kommuniziert wird.
Vom Kick-off zur Praxiserprobung
Wir moderierten den zweitägigen Kick-off im Mai 2026: Am ersten Tag klärten wir gemeinsam mit dem Projektkernteam – KEDi, TU Dortmund/Öko-Institut und Lots* – Rollen, Arbeitsweise und nächste Schritte. Wir finalisierten einen gemeinsamen Zeitplan, der als lebendes Dokument das gesamte Projekt begleitet. Am zweiten Tag führten wir einen Workshop mit circa 15 Pilotkommunen aus dem Landkreis Leipzig durch. Im Fokus standen die typischen Herausforderungen, vor denen Kommunen bei der Einführung eines Energie- und Anlagenmonitorings stehen.
Diese Erkenntnisse fließen direkt in die Leitfadenerstellung ein. Parallel etablierten wir zweiwöchentliche Projekt-Jour-Fixes im Kernteam, um den Austausch zwischen wissenschaftlichem Institut und Kommunikationsagentur kontinuierlich zu halten. Wir entwickelten einen strukturierten Fragebogen, der im Juni 2026 an 30 Pilotkommunen im Landkreis Leipzig versendet wird. Er erhebt den aktuellen Stand des Monitorings, technische Ausstattung, Personalressourcen und konkrete Herausforderungen – mit besonderem Fokus auf soziale und kommunikative Hürden. Zudem erarbeiteten wir ein Konzept für Tonalität, Stil und Format des Leitfadens, das auf die heterogenen Zielgruppen zugeschnitten ist: von kommunalen Entscheidungsträger*innen über technische Fachkräfte bis hin zu Multiplikatorinnen auf Landkreisebene.
Ein Leitfaden, der in der Praxis ankommt
Das Projekt läuft bis Februar 2027. Ziel ist ein bundesweit übertragbarer Leitfaden, der im Landkreis Leipzig praxisnah entwickelt und erprobt wird. Die ersten Schritte – Kick-off, Arbeitsstrukturen, Fragebogen und Konzept – legen die Grundlage dafür, dass der Leitfaden nicht nur technisch korrekt, sondern auch verständlich und überzeugend wird. Ein Werkzeug, das Kommunen wirklich nutzen – und das ihnen hilft, gesetzliche Anforderungen in konkrete Energieeinsparungen zu übersetzen.
Foto: Cora Hinze
Kommunikationsbegleitung zur Entwicklung eines bundesweiten Monitoring-Leitfadens
Zielgruppengerechte Aufbereitung komplexer rechtlicher Anforderungen
Moderation von Workshops und Beteiligungsformaten mit Pilotkommunen
Enge Zusammenarbeit mit wissenschaftlichem Institut (TU Dortmund/Öko-Institut) und Landkreis Leipzig
Wer ist die Zielgruppe? Was soll gesagt werden und was soll ankommen? Miriam Mathias analysiert gründlich und schafft ein Fundament, bevor ein Kommunikationsprojekt beginnt.
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