CCS-Vorhaben

Mit strategischer Kommunikation Vertrauen aufbauen

Für Stahl-, Zement- und Chemieunternehmen: Kommunikativ vorbereitet sein, bevor die ersten kritischen Fragen kommen. 

„CCS-Kommunikation ist mehr als technische Aufklärung. Sie ist Vertrauensarbeit. Unternehmen, die jetzt in Kommunikationsstrategie investieren, schaffen nicht nur die Basis für erfolgreiche Projekte – sie leisten einen entscheidenden Beitrag dafür, dass die notwendige Transformation der Industrie gelingt.“

Dr.-Ing. Stefanie Walter
Dr.-Ing. Stefanie Walter Kommunikationsberaterin bei Lots*
CCS

Wer ein CCS-Vorhaben plant, betritt kommunikatives Neuland. Es gibt keine bewährten Kommunikationsstrategien, keine eingespielten Formate – und eine Öffentlichkeit, die mit der Technologie meist noch nie in Berührung gekommen ist. Die Skepsis ist groß, selbst unter Fachleuten. Wer nicht kommuniziert, überlässt die Deutungshoheit Gegner*innen, Medien und dem Hörensagen.

Industrieunternehmen aus dem Stahl-, Zement- und Chemiesektor stehen vor einer besonderen Herausforderung: Sie müssen eine Technologie erklären, die komplex ist, gesellschaftlich umstritten – und für das Erreichen ihrer CO₂-Ziele trotzdem unverzichtbar. Der Vorwurf „Das ist doch nur Greenwashing“ kommt schnell. Die Antwort darauf muss überzeugen.

Lots* begleitet Industrieunternehmen bei der strategischen Kommunikation für CCS-Vorhaben. Wir entwickeln Argumentarien, bereiten Projektteams auf kritische Situationen vor und gestalten den Dialog mit Stakeholder*innen.

Was ist CCS?

CCS steht für Carbon Capture and Storage, auf Deutsch: CO₂-Abscheidung und -Speicherung. CO₂ wird direkt an der industriellen Quelle abgeschieden, bevor es in die Atmosphäre gelangt. Anschließend wird es transportiert und dauerhaft in tiefen geologischen Schichten gespeichert – in der Regel in mehr als 2.000 Metern Tiefe, getrennt vom Grundwasser durch natürliche Barrieren.

CCS ist kein Ersatz für Emissionsvermeidung. Es ist eine Lösung für Branchen, in denen sich CO₂-Emissionen prozessbedingt nicht vollständig vermeiden lassen: etwa in der Stahl-, Zement- und Chemieindustrie. Seit August 2025 schafft das novellierte Kohlendioxid-Speicherungs- und Transportgesetz (KSpG) die rechtliche Grundlage für den industriellen Einsatz in Deutschland. 

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Warum CCS-Kommunikation so anspruchsvoll ist

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Eine unbekannte Technologie

CCS ist keine alltägliche Technologie wie Solar- oder Windkraft. Die Technologie wirkt unterirdisch und ist für die meisten Menschen vollständig neu. Wer sie erklären muss, kann nicht auf Vorwissen aufbauen. Jedes Gespräch beginnt bei null.

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Greenwashing-Vorwurf

Unternehmen, die in CCS investieren, stehen unter Generalverdacht. Die Frage „Warum vermeidet ihr das CO₂ nicht einfach?“ klingt simpel – und und geht an der Realität von Branchen wie Stahl oder Zement vorbei. Prozessbedingte Emissionen lassen sich nicht wegoptimieren. Wer das nicht überzeugend erklären kann, verliert die Debatte, bevor sie begonnen hat. 

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Kommunikation als nachgelagertes Problem

Stadtwerke, Kommunen, Ingenieur*innen, In vielen Projektteams ist Kommunikation kein eigenständiges Arbeitspaket. Sie beginnt, wenn der erste kritische Artikel erscheint oder wenn die erste Bürger*innen-Initiative sich gründet. Dann ist der Spielraum für ehrliche, proaktive Botschaften bereits eng.

Wie Lots* Vertrauen schafft: Haltung und Methodik

Lots* begleitet CCS-Vorhaben nach drei Grundsätzen – unabhängig davon, in welcher Projektphase wir einsteigen.

Proaktiv kommunizieren, bevor andere es tun

Lots* entwickelt Botschaften, bevor sie gebraucht werden. Wir analysieren kritische Fragen aus Medienberichten und Umweltverbandspapieren, entwickeln Antworten auf drei Ebenen – vom konkreten Vorwurf bis zur verständlichen Erklärung nach außen – und schulen alle relevanten Mitarbeitenden: von der Geschäftsführung bis zur Empfangskraft.

Ehrlichkeit vor Beschwichtigung

CCS hat echte offene Fragen: rechtlich, technisch, gesellschaftlich. Wer sie wegdiskutiert, verliert Vertrauen. Unsere Erfahrung: Wer benennt, was bekannt ist – und was noch nicht – schafft mehr Glaubwürdigkeit als jede Hochglanzbroschüre. Das gilt besonders für sensible Themen wie Onshore-Speicherung, wo die lokale Akzeptanz über den Projekterfolg entscheidet.

Alle Perspektiven kennen – und von dort aus kommunizieren

Erfolgreiche CCS-Kommunikation heißt: verschiedene Sichtweisen ernst nehmen. Lots* versteht die technischen Zwänge der Ingenieur*innen. Die Investitionslogik der Unternehmensführung. Die Sorgen der Gemeinden, unter deren Boden gespeichert werden soll. Und die Frage der Kommunalpolitiker*in, die*der gerade Wahlkampf hat. Wer alle Perspektiven kennt, findet das gemeinsame Anliegen – und kommuniziert von dort aus.

CCS-Kommunikation in der Praxis

Ein führendes Industrieunternehmen – Strategische Kommunikation für ein CCS-Vorhaben, Deutschland

Ein führendes Industrieunternehmen – Strategische Kommunikation für ein CCS-Vorhaben, Deutschland

Ein Industrieunternehmen plant, durch CO₂-Abscheidung und -Speicherung einen wesentlichen Beitrag zur Dekarbonisierung seiner Produktion zu leisten. Lots* begleitete das Unternehmen bei der Entwicklung einer strategischen Kommunikation – von der Stakeholder*innen-Analyse über moderierte Workshops zur Identifikation von Frühwarnindikatoren bis zur Entwicklung konkreter Handlungsempfehlungen für Eskalationsszenarien. Das Ergebnis: ein praxisnaher Leitfaden, der aktiv im Projektalltag genutzt wird – und ein Projektteam, das weiß, wer welche Frage beantwortet, wenn es ernst wird.

White Paper: Datenbasierte Kommunikation

White Paper: Datenbasierte Kommunikation

Wie erreichen Sie nicht nur die engagierte Minderheit, sondern auch die schweigende Mehrheit? Wie nutzen Sie vorhandene Daten, um Ihre Kommunikation gezielter und effizienter zu machen? Das White Paper zeigt, wie datenbasierte Kommunikation den Unterschied macht – von der Zielgruppenansprache bis zum strategischen Ressourceneinsatz.  

Ihre Ansprechpartnerin für CCS-Kommunikation

Dr.-Ing. Stefanie Walter

Dr.-Ing. Stefanie Walter

Kommunikationsberaterin bei Lots*

Dr.-Ing. Stefanie Walter begleitet Industrieunternehmen bei der strategischen Kommunikation für CCS-Vorhaben. Als Kommunikationsberaterin und Doktoringenieurin verbindet sie technisches Verständnis mit kommunikativer Praxis – und weiß, wie man komplexe Technologien so erklärt, dass sie verstanden werden. Ohne Vereinfachungen, die Angriffsflächen bieten. Ohne Fachjargon, der das Gegenüber verliert.

Häufige Fragen zur CCS-Kommunikation

Idealerweise bevor das Projekt öffentlich bekannt wird. Wer erst kommuniziert, wenn die erste Presseanfrage kommt, hat kaum noch Spielraum, Erwartungen richtig zu setzen. Und die Fragen, die dann kommen, sind schwerer zu beantworten als die, die vorher hätten gestellt werden können 

Nicht defensiv. Der Vorwurf kommt – das ist sicher. Entscheidend ist, dass das Projektteam darauf vorbereitet ist: mit einer klaren Einordnung, warum CO₂-Abscheidung und –Speicherung für bestimmte Branchen keine Wahlmöglichkeit ist, sondern technische Notwendigkeit. Wer das überzeugend erklären kann, dreht die Debatte.

Indem man nicht mit der Geologie beginnt. Sondern mit der Sorge des Gegenübers. Was bewegt die Menschen wirklich – Leckagen, Grundwasser, Erdbeben? Von dort aus lässt sich erklären: konkret, mit Vergleichen, ohne Fachjargon. Ein gutes Argumentarium bereitet genau das vor.

Durch interne Schulung und klare Zuständigkeiten. Ein Argumentarium funktioniert nur, wenn es nicht im Ordner verschwindet. Lots* begleitet die interne Vorbereitung: von der Geschäftsführung bis zur Empfangskraft. Denn die erste Frage kommt oft nicht beim Pressegespräch, sondern am Empfang.

Ein gutes Argumentarium deckt 80 bis 90 Prozent der kritischen Fragen ab. Für den Rest braucht es klare Eskalationswege – wer kann welche Frage beantworten? – und die Bereitschaft, offen zu sagen: „Das können wir heute noch nicht beantworten, aber wir holen die Information nach, sobald es geht." Das ist keine Schwäche. Das ist Glaubwürdigkeit.

 

Erheblich. Onshore ist sensibler – die Speicherung findet in der Nähe von bewohntem Gebiet statt, die lokale Betroffenheit ist direkt spürbar. Offshore liegt die Regelungshoheit beim Bund, Onshore entscheiden die Bundesländer. Das bedeutet: Wer Onshore plant, muss früh den politischen Dialog auf Landesebene suchen und die lokale Bevölkerung einbinden, bevor andere die Deutungshoheit übernehmen.

Vertrauen schaffen, bevor Widerstand entsteht

Sie wollen Ihr CCS-Vorhaben kommunikativ so aufsetzen, dass Akzeptanz entsteht – bei Bürger*innen, Politik und Umweltverbänden? Sprechen Sie mit uns.

Dr.-Ing. Stefanie Walter
Dr.-Ing. Stefanie Walter Kommunikationsberaterin