Straßeninfrastrukturerhalt

Akzeptanz sichern – von der Planung bis zur Verkehrsfreigabe

Für Baulastträger von Straßeninfrastruktur: den Erhalt von Straßeninfrastruktur kommunikativ so aufsetzen, dass Projekte reibungsärmer verlaufen. 

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StadtRegensburg

„Wer Straßen saniert, hat kein positives Zielbild zu verkaufen. Er kann nur sagen: Danach ist es wieder so, wie es sein sollte. Das ist schwer zu erklären – und noch schwerer zu vermitteln, wenn die Baustelle jahrelang den Alltag belastet. Genau deshalb braucht es Kommunikation, die ehrlich ist: über das, was kommt, wie lange es dauert – und warum es sich trotzdem lohnt." 

Christoph Graebel
Christoph Graebel Kommunikationsberaterin bei Lots*
Erhalt von Straßeninfrastruktur

Der Erhalt von Straßeninfrastruktur umfasst Erhaltungs- und Sanierungsprojekte auf Autobahnen, Bundes- und Staatsstraßen, Land- und Kreisstraßen, kommunale Straßen und Gemeindeverbindungsstraßen: sogenanntes Bauen unter Verkehr. Der Verkehr fließt während der gesamten Bauzeit – meist erheblich eingeschränkt – weiter. Das Ergebnis ist dieselbe Straße wie vorher – sicher erhalten, aber ohne neuen Fahrstreifen, ohne Lärmschutz, ohne sichtbaren Fortschritt.

Straßenbaulastträger müssen erklären: warum die Maßnahme notwendig ist, warum sie jetzt kommt und warum sie so lange dauert und warum der Verkehr so eingeschränkt wird, dass er sich meist ungeeignete Umfahrungsstrecken sucht. Strategische, frühzeitige Kommunikation wirkt genau in diesem Spannungsfeld.

Das Team von Lots* vereint mehr als zwei Jahrzehnte Erfahrung in der Begleitung von Straßenbaulastträgern und ihren Projektteams. Wir kommunizieren Erhaltungs- und Erneuerungsmaßnahmen so, dass Projekte reibungsärmer verlaufen. Unser Ansatz beginnt nicht beim ersten Spatenstich, sondern beim ersten Planungsgedanken.

Was ist Akzeptanzkommunikation bei Straßenbauprojekten?

Kommunikation für den Erhalt von Straßeninfrastruktur ist die strategische Kommunikationsplanung für Erhaltungs- und Erneuerungsmaßnahmen auf Autobahnen, Bundes- und Staatsstraßen, Land- und Kreisstraßen, kommunale Straßen und Gemeindeverbindungsstraßen: Ziel ist es, gesellschaftliches Vertrauen aufzubauen, bevor Widerstand entsteht. Sie beginnt vor dem ersten öffentlichen Planungsschritt und begleitet ein Projekt durch alle Phasen: von der Machbarkeitsstudie bis zur Verkehrsfreigabe. Anders als klassische Öffentlichkeitsarbeit ist sie kein einzelnes Werkzeug, sondern der strategische Rahmen, der bestimmt, wann, wie und mit wem kommuniziert wird.

 

Group 93

Warum ÖPNV-Ausbau kommunikativ so anspruchsvoll ist

Group 112

Finanzierung ist politisch

Die Frage, wer zahlt, ist selten einfach zu beantworten. Fördermittel kommen nicht automatisch. Kommunale Haushalte stehen unter Druck. Wer die Kommunalpolitik nicht früh in das Verständnis von Kosten und Nutzen einbindet, verliert ihr Vertrauen.
Group 111

Lange Laufzeiten brauchen kommunikative Stabilität

Genehmigungsphasen dauern Jahre. In dieser Zeit wechseln Mehrheiten, kommen Wahlkämpfe, entstehen Widerstände in einzelnen Streckenabschnitten. Projekte, die kommunikativ nicht gehalten werden, werden zum politischen Spielball. Das ist kein Einzelfall – das ist das Muster. 
Group 109

Wer miteinander reden muss, sitzt selten von selbst zusammen

Verkehrsreferat und ÖPNV-Betreiber. Feuerwehr und Planungsteam. Naturschutzbehörde und Stadtrat. Alle haben Belange – und erarbeiten sich das Projekt oft aus schriftlichen Unterlagen, bevor sie Stellungnahmen schreiben. Manchmal entstehen Interpretationen, die sich mit einem frühen gemeinsamen Termin hätten klären lassen.

Wie Lots* bei ÖPNV-Ausbauprojekten und Netzerweitungen vorgeht

Früh rein – bevor Positionen sich verhärten

Die meisten Hebel liegen in Phase 0. Wer in dieser frühen Phase die richtigen Gespräche führt – ämterübergreifend, zwischen Betreiber und Verwaltung, mit der Politik –, spart später erheblichen Aufwand. Lots* steigt ein, bevor ein Projekt öffentlich wird. 

 

Pragmatisch statt theoretisch

Was hilft gerade an dieser Stelle? Das ist die Frage, die Lots* stellt. Manchmal ist es ein Kickoff-Termin, bei dem alle Beteiligten erstmals gemeinsam das Projekt verstehen. Manchmal ist es die Moderation zwischen Ämtern. Lots* findet heraus, was gebraucht wird – und setzt es um. 

Ehrlich über das, was verhandelbar ist – und was nicht

Nicht jedes Projekt braucht dieselbe Kommunikation. Entscheidend ist: klar benennen, was gestaltbar ist – und was feststeht. Wer das früh klärt, schafft Vertrauen. Wer es vermeidet, schafft Enttäuschungen. 

ÖPNV-Ausbau in der Praxis: Drei Beispiele

Stadt Chemnitz – Straßenbahnneubau

Stadt Chemnitz – Straßenbahnneubau

Wo soll die neue Straßenbahnlinie zwischen Limbach-Oberfrohna und Chemnitz verlaufen? Diese Frage lässt sich nicht am Reißbrett allein beantworten. Lots* begleitet gemeinsam mit dem Planungsbüro VCDB die Vorplanung mit einem mehrstufigen digitalen Beteiligungsprozess: Ämter, Gemeinden und zentrale Stakeholder*innen diskutieren in Arbeitsklausuren offen über Trassenvarianten, Abwägungen und Zielkonflikte – bevor eine Vorzugsvariante feststeht. Das Ergebnis: eine Planung, die von Anfang an erklärt, was sie tut – und damit Akzeptanz aufbaut. 

Mainzer Mobilität – Ausbau des Straßenbahnnetzes

Mainzer Mobilität – Ausbau des Straßenbahnnetzes

Lots* begleitete die Mainzer Mobilität beim Ausbau des Straßenbahnnetzes – mit Beteiligung, Moderation und strategischer Kommunikation. Im Mittelpunkt: die Frage, wie ein Ausbauprojekt in einer lebendigen Stadtgesellschaft Rückhalt gewinnt. Dafür konzipierte und begleitete Lots* den Interessenbeirat im Teilprojekt „Innenstadtring" – ein Gremium aus Bürger*innen und Interessenvertreter*innen, das in 13 Sitzungen eine fundierte Empfehlung für eine Vorzugsvariante erarbeitete. 

Stadt Köln – Kapazitätserweiterung Ost-West-Achse

Stadt Köln – Kapazitätserweiterung Ost-West-Achse

 Die Ost-West-Achse verläuft mitten durch die Kölner Innenstadt – mit einer deutschlandweit einzigartigen Doppelplanung: oberirdisch oder unterirdisch? Lots* begleitet die Stadt Köln mit Stakeholder*innen-Management, politischem Begleitgremium und Öffentlichkeitsarbeit über alle Projektphasen. Im April 2025 hat der Stadtrat die Tunnelvariante beschlossen. Lots* ist weiter dabei. 

Whitepaper: Datenbasierte Kommunikation in Infrastrukturprojekten

Whitepaper: Datenbasierte Kommunikation in Infrastrukturprojekten

Wie erreichen Sie bei Infrastrukturprojekten nicht nur die engagierte Minderheit, sondern auch die schweigende Mehrheit? Wie nutzen Sie vorhandene Daten, um Ihre Kommunikation gezielter, transparenter und effizienter zu machen? Das White Paper zeigt, wie datenbasierte Kommunikation den Unterschied macht – von der Zielgruppenansprache bis zum strategischen Ressourceneinsatz. 

Ihre Ansprechpartnerin für ÖPNV-Ausbau und Netzerweiterung 

Sina Marx

Sina Marx

Kommunikationsberaterin bei Lots*

Sina Marx begleitet ÖPNV-Ausbauprojekte und Netzerweiterungen in deutschen Städten. Sie kennt die Dynamiken zwischen Verkehrsreferaten und ÖPNV-Betreibern. Die Logik langer Genehmigungsphasen. Und die Frage, wie man ein Projekt kommunikativ stabil hält, wenn der nächste Wahlkampf beginnt. Ihre Überzeugung: Akzeptanz beim ÖPNV-Ausbau entsteht nicht durch Argumente allein. Sondern dadurch, dass die richtigen Menschen früh miteinander sprechen – und alle auf demselben Wissensstand sind.

Häufige Fragen zum ÖPNV-Ausbau

So früh wie möglich – idealerweise in Phase 0, bevor das Projekt öffentlich bekannt ist. Wer erst kommuniziert, wenn die ersten Presseanfragen kommen, hat die wichtigsten Hebel bereits verpasst. In frühen Projektphasen lassen sich Missverständnisse zwischen Ämtern klären, politische Unterstützung aufbauen und Kommunikationsstrukturen etablieren, die das Projekt über Jahre tragen. 

Indem man nicht wartet, bis etwas passiert. Lots* entwickelt Kommunikationsstrategien, die Projekte über Jahre begleiten – mit klaren Botschaften, definierten Zuständigkeiten und Formaten, die sich an den Projektphasen orientieren. Auch in ruhigen Phasen präsent bleiben: bei der Politik, bei den Stakeholder*innen entlang der Strecke, in der Öffentlichkeit. 

Erst mal verstehen, warum. Widerstand gegen einen Abschnitt ist selten irrational. Oft stecken dahinter konkrete Belange – Naturschutz, Grundwasser, Straßenraumaufteilung. Lots* hilft dabei, diese Belange frühzeitig zu erkennen und in die Kommunikationsstrategie einzubauen. Wer das tut, verhindert, dass ein einzelner Abschnitt das gesamte Projekt gefährdet. 

Oft scheitert sie nicht am Willen, sondern an fehlenden Formaten. Ämter erarbeiten sich Projekte aus schriftlichen Unterlagen – und schreiben Stellungnahmen, die auf unterschiedlichem Verständnis beruhen. Ein gemeinsamer Kickoff-Termin, bei dem alle Beteiligten das Projekt aus erster Hand erklärt bekommen, verhindert mehr Konflikte als jede spätere Kommunikationsmaßnahme. 

Ihr nächstes ÖPNV-Projekt kommunikativ aufsetzen

Netzerweiterung, Lückenschluss, Neubau – egal in welcher Phase: Lots* steigt ein. Sprechen Sie uns an!

Sina Marx
Sina Marx Kommunikationsberaterin