Öffentlichkeitsbeteiligung

Dialog, der wirkt – analog und digital

Für Stadtwerke, Kommunen und Verkehrsbetriebe: Beteiligungsprozesse, die Akzeptanz fördern, bevor Widerstand entsteht.

image 13
image 11
image 9
image 10
image 12

„Ob digital oder vor Ort – das ist die falsche Frage. Die richtige lautet: Wen wollen wir erreichen? Wer beteiligt werden soll, muss auch erreicht werden können. Digitale Formate sichern Reichweite. Vor-Ort-Formate sichern Vertrauen. Beides zusammen sichert Beteiligung, die wirkt."

 

Katja Simic
Katja Simic Kommunikationsberaterin bei Lots*
HWK_2

Wer zu spät fragt, bekommt zu spät Antworten. Bei Infrastrukturprojekten bedeutet das: Verzögerungen, Klageverfahren, verlorenes Vertrauen. Oft vermeidbar, wenn Beteiligung früh genug einsetzt.

Wirksame Öffentlichkeitsbeteiligung setzt früher an als gesetzlich gefordert. Sie klärt, welche Stakeholder*innen welche Informationen zu welchem Zeitpunkt brauchen. Analog, digital oder beides: entscheidend ist nicht das Format, sondern die Haltung dahinter.

Das Team von Lots* gestaltet Beteiligungsprozesse für Infrastrukturprojekte in Energie und Mobilität seit zwei Jahrzehnten, in mehr als 80 Projekten bei Kommunen, Stadtwerken und Verkehrsbetrieben. Mit dem Anspruch, echten Dialog zu ermöglichen.

Was ist strategische Kommunikation?

Strategische Kommunikation ist die zielgerichtete Planung und Steuerung aller Kommunikationsmaßnahmen eines Projekts. Sie legt fest, welche Botschaften wann, über welche Kanäle und gegenüber welchen Zielgruppen eingesetzt werden – und mit welchem Ziel. Meist gilt es dabei, Vertrauen aufzubauen und Handlungsfähigkeit zu sichern. Anders als klassische Öffentlichkeitsarbeit ist strategische Kommunikation kein einzelnes Instrument, sondern der übergeordnete Rahmen – der bestimmt, wann, wie und mit wem kommuniziert wird.  

Group 93

Warum Infrastruktur­projekte an fehlender Kommunikationsstrategie scheitern

Es gibt drei Muster, die sich wiederholen – unabhängig davon, ob es um Energie- oder Mobilitätsprojekte geht:

Group 112

Zu spät kommunizieren

Lieber mehr ankündigen als weniger: Wer erhebliche Einschränkungen klar benennt, erzielt drei Effekte. Wer es schlimm findet, fühlt sich ernst genommen. Wer es weniger schlimm erlebt als erwartet, ist posit
Group 111

Botschaften, die nicht zusammenpassen

Wenn Planer*innen, Kommunikationsabteilung und Politik unterschiedliche Aussagen machen, merkt das die Öffentlichkeit. Widersprüchliche Botschaften kosten Glaubwürdigkeit.

Group 109

Wer alle meint, erreicht niemanden

Der Gewerbetreibende, die Anwohnerin und das Gemeinderatsmitglied haben unterschiedliche Fragen und Interessen. Wer das ignoriert, kommuniziert ins Leere.

Wie Lots* strategische Kommunikation entwickelt: Haltung und Methodik

Erst die Strategie, dann die Maßnahme

Bevor ein Pressegespräch stattfindet oder eine Infoveranstaltung geplant wird, klärt Lots* die Grundfragen: Was ist das Ziel? Wer muss erreicht werden? Was ist verhandelbar und was nicht? Erst dann folgen Maßnahmen.

 

Daten
statt Annahmen

Wer weiß, was Zielgruppen bewegt, kommuniziert gezielter. Lots* arbeitet deshalb datenbasiert: Stakeholder*innen-Analysen, Umfragen und Medienmonitoring machen sichtbar, wer wann welche Botschaft braucht. Und wo Korrekturbedarf besteht, bevor er zum Konflikt wird.

Stakeholder*innen kennen, bevor sie sich organisieren

Lots* beginnt jedes Projekt mit einer systematischen Stakeholder*innen-Analyse. Wer sind die relevanten Akteur*innen? Welche Interessen haben sie? Welche Fragen werden kommen?

Strategische Kommunikation in der Praxis: Drei Beispiele

Magdeburger Verkehrsbetriebe – Gleissanierung Alter Markt

Magdeburger Verkehrsbetriebe – Gleissanierung Alter Markt

Die Magdeburger Verkehrsbetriebe sanierten Gleisanlagen und Haltestellen im Herzen der Stadt – mit direkten Auswirkungen auf Gewerbe, ÖPNV und Stadtbild. Lots* übernahm die strategische Kommunikationsberatung: Stakeholder-Workshop, Moderation eines Unternehmerabends für rund 40 Gewerbetreibende sowie eines Infomarkts mit rund 300 Bürger*innen. Ergebnis: Die Gewerbetreibenden fühlten sich rechtzeitig eingebunden. Die Bauzeit verläuft frei von Krisen. 

Autobahn GmbH des Bundes – A3-Ausbau bei Regensburg

Autobahn GmbH des Bundes – A3-Ausbau bei Regensburg

Die A3 bei Regensburg wurde über sechs Jahre von vier auf sechs Fahrstreifen ausgebaut – mit 16 neuen Brücken und 19 km Lärmschutzanlagen mitten in einer Lebensader der Region. Lots* übernahm die baubegleitende Kommunikation: Kommunikationsstrategie, Multi-Stakeholder*innen-Management, Dialogformate für Anwohnende sowie Presse- und Öffentlichkeitsarbeit mit Sprechermandat. Ergebnis: Sechs Jahre Bauzeit, anhaltende Akzeptanz bei Anwohnenden, Wirtschaft und Politik.

Leipziger Verkehrsbetriebe – Südsehne Leipzig

Leipziger Verkehrsbetriebe – Südsehne Leipzig

Die Leipziger Verkehrsbetriebe planen eine neue Straßenbahnverbindung zwischen den westlichen und östlichen Stadtteilen. Lots* begleitete das Projekt in der frühen Planungsphase mit strategischer und politischer Kommunikationsberatung: SWOT-Analyse, Kommunikationsstrategie, Vorbereitung des Stadtratsbeschlusses. Eine Stadt mit über 500.000 Einwohner*innen proaktiv informiert. Der Stadtratsbeschluss wurde vorbereitet und erfolgreich gefasst. 

White Paper: Datenbasierte Kommunikation

White Paper: Datenbasierte Kommunikation

Wie erreichen Sie bei Infrastrukturprojekten nicht nur die engagierte Minderheit, sondern auch die schweigende Mehrheit? Wie nutzen Sie vorhandene Daten, um Ihre Kommunikation gezielter, transparenter und effizienter zu machen? Das White Paper zeigt, wie datenbasierte Kommunikation den Unterschied macht – von der Zielgruppenansprache bis zum strategischen Ressourceneinsatz.  

Ihre Ansprechpartnerin für strategische Kommunikation

Eva Weber

Eva Weber

Kommunikationsberaterin bei Lots*

Was ist das Ziel – und wie kommen wir gemeinsam dort hin? Diese Frage leitet Eva Weber. Die Antwort findet sie mit viel Erfahrung aus Journalismus und PR, mit konzeptioneller Stärke und schneller Auffassungsgabe, aber vor allem mit Einfühlungsvermögen für die Menschen, mit denen sie arbeitet.

Häufige Fragen zur strategischen Kommunikation

Öffentlichkeitsarbeit ist ein Instrument. Strategische Kommunikation ist der Rahmen, der bestimmt, wann welches Instrument eingesetzt wird und warum. Sie beginnt vor der ersten Pressemitteilung. Und sie endet nicht mit der Einweihungsfeier.
So früh wie möglich. Idealerweise in der Machbarkeitsphase, bevor ein Projekt öffentlich bekannt wird. Wer früh kommuniziert, gestaltet die Erzählung. Wer wartet, reagiert auf die Erzählung anderer.

Überall dort, wo Infrastrukturvorhaben auf eine betroffene Öffentlichkeit treffen: Fernwärmeausbau, grundlastfähige Tiefengeothermie, Windenergie, Schienenreaktivierung, Straßeninfrastruktur, ÖPNV-Ausbau. Kurz: bei allen Projekten, bei denen Zustimmung keine Selbstverständlichkeit ist.

Ja. Und das ist oft der entscheidende Hebel. Wenn Projektleitung, Kommunikationsabteilung und Führungsebene nicht dieselbe Sprache sprechen, spürt das die Öffentlichkeit. Lots* arbeitet deshalb immer auch mit internen Stakeholder*innen. Denn externe Kommunikation ist nur so glaubwürdig wie die interne Abstimmung dahinter.

Nicht über Reichweiten oder Klickzahlen. Entscheidend sind reale Auswirkungen: Genehmigungsverfahren, die reibungsloser liefen. Verzögerungen, die ausgeblieben sind. Stakeholder*innen, die sagen: „Wir haben immer alles rechtzeitig gewusst.“ Das ist der Beweis, dass Kommunikation ihre wichtigste Funktion erfüllt hat.

Klarheit schaffen, bevor andere die Deutung übernehmen.

Strategische Kommunikation ist keine Versicherung gegen Konflikte. Sie ist die Voraussetzung dafür, dass Projekte handlungsfähig bleiben, lang bevor Konflikte entstehen. Sprechen Sie mit Eva Weber darüber, wie das für Ihr Projekt aussehen kann.

Eva Weber
Eva Weber Kommunikationsberaterin