Tiefengeothermie

Akzeptanz sichern – von der Standortwahl bis zum Betrieb der Anlage

Wie Stadtwerke und kommunale Energieversorger Tiefengeothermie-Projekte zum Erfolg führen. 

„Tiefengeothermie stellt Stadtwerke vor neue Anforderungen. Das betrifft vor allem die Kommunikator*innen – wer die spezifischen kommunikativen Herausforderungen der Tiefengeothermie vernachlässigt, riskiert Verzögerungen, Widerstände oder gar das Scheitern des gesamten Projekts.“

Dr.-Ing. Stefanie Walter
Dr.-Ing. Stefanie Walter Kommunikationsberaterin bei Lots*
Geothermieanlage

Ängste vor Erdbeben, offene Haftungsfragen: Über 150 Tiefengeothermie-Projekte sind in Deutschland in Planung – doch die öffentliche Wahrnehmung hält nicht Schritt. Eine Studie der Universität Leipzig aus dem Jahr 2025 zeigt: Geothermie belegt unter allen erneuerbaren Energien den letzten Platz bei Bekanntheit und Akzeptanz. Technisch und wirtschaftlich sind viele Projekte längst reif.

Wer das ändern will, muss Kommunikation frühzeitig als strategische Aufgabe begreifen, nicht als Begleitmaßnahme. Standardlösungen gibt es nicht: Jede Region, jedes Projekt und jeder Akteur*innenkreis ist anders. Strategische Akzeptanzkommunikation beginnt nicht beim Genehmigungsantrag, sondern bei der Standortwahl. Sie beantwortet die Frage „Warum hier?", bevor andere sie stellen. Und sie schafft den politischen und gesellschaftlichen Rückhalt, den ein Projekt braucht, um realisiert zu werden.

Lots* begleitet Stadtwerke dabei, Akzeptanz zu sichern, Widerstände zu vermeiden und politische Rückendeckung aufzubauen – von der ersten Stakeholder*innen-Analyse, über die Bauphase bis zum Betrieb der Anlage. Wir kennen die Ängste der Bevölkerung, die Logik der Genehmigungsbehörden und die Fragen der Kommunalpolitik. Und wir wissen, wann welche Antwort gefragt ist.

Was bedeutet Akzeptanzkommunikation für Tiefengeothermie?

Akzeptanzkommunikation für Tiefengeothermie schafft die gesellschaftliche Grundlage für grundlastfähige Erdwärme. Ziel ist es, Vertrauen aufzubauen, bevor Widerstand entsteht. Sie ist der strategische Rahmen, der bestimmt, wann, wie und mit wem kommuniziert wird. Dabei verbindet sie Stakeholder*innen-Management, politische Kommunikation und zielgruppenspezifische Formate. Abgestimmt auf die besonderen Herausforderungen der Tiefengeothermie: Skepsis gegenüber Bohrtechnik, Fragen zur Seismizität und Grundwasser sowie komplexe Genehmigungsverfahren.

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Warum Kommunikation bei Tiefengeothermie so anspruchsvoll ist

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Vertrauen ist vorbelastet

Tiefengeothermie trägt die Last vergangener Fehler. Erdbeben in Basel, Bodenhebungen in Staufen: Beides hatte andere Ursachen, andere Technologien. Für die Bevölkerung vor Ort ist das irrelevant. Was bleibt, ist Misstrauen.

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Die „Warum hier?"-Frage kommt immer

Standortentscheidungen sind geologisch begründet. Für Anwohnende klingen sie willkürlich. Ortschaftsräte, Wasserversorger, Bürger*innen-Initiativen: Sie alle wollen wissen, warum das Projekt genau hier stattfindet – und was passiert, wenn etwas schiefläuft.

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Kommunikation wird zu spät als strategische Aufgabe begriffen

Viele Energieversorger behandeln Kommunikation als Nebenaufgabe – ohne spezifische Expertise, ohne klare Zuständigkeiten. Das Ergebnis: punktuelle Maßnahmen statt durchgängiger Strategie, Pressearbeit statt Dialog, Reaktion statt Haltung. Projekte, die technisch und planerisch solide sind, scheitern trotzdem, weil Vertrauen kein Selbstläufer ist.

Wie Lots* Vertrauen schafft: Haltung und Methodik

 Lots* begleitet Tiefengeothermie-Projekte nach zwei Grundsätzen – unabhängig von Projektgröße und Konfliktlage:

Früh anfangen – nicht erst wenn der Druck steigt

Unsere Erfahrung zeigt: Wer zu spät kommuniziert, verliert Handlungsspielraum. Lots* beginnt die Kommunikationsarbeit daher parallel zur Standortanalyse. Wir entwickeln Kernbotschaften, bevor Gerüchte sie ersetzen. Und wir klären intern, wer was wann sagt.

Differenzieren statt verteidigen

Tiefengeothermie ist nicht gleich Geothermie. Das Verfahren unterscheidet sich grundlegend von den Verfahren, die Schäden verursacht haben. Diese Unterscheidung muss aktiv kommuniziert werden – sachlich, verständlich, wiederholt. Lots* entwickelt Formate, die Wissen aufbauen, ohne zu belehren.

Politik einbinden, bevor sie Position bezieht

Politische Rückendeckung sichert den gesellschaftlichen Rückhalt und erleichtert die Projektumsetzung. Lots* begleitet den Dialog mit Kommunalpolitik, Behörden und Verwaltung: frühzeitig und strukturiert.

Tiefengeothermie-Kommunikation in der Praxis

Kommunales Stadtwerk – Kommunikationsstrategie Tiefengeothermie

Kommunales Stadtwerk – Kommunikationsstrategie Tiefengeothermie

Lots* begleitete ein kommunales Stadtwerk bei der Entwicklung einer maßgeschneiderten Kommunikations- und Beteiligungsstrategie für ein Tiefengeothermie-Projekt zur klimaneutralen Wärmeversorgung. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie ein technisch komplexes und gesellschaftlich sensibles Vorhaben so kommuniziert wird, dass es von Anfang an Vertrauen schafft – bei Anwohnenden, lokalen Akteur*innen und der Öffentlichkeit. 

Whitepaper: Kommunikation für Tiefengeothermie

Whitepaper: Kommunikation für Tiefengeothermie

Welche Faktoren entscheiden über den kommunikativen Erfolg von Tiefengeothermie-Projekten? Wie bauen Stadtwerke frühzeitig Akzeptanz auf – und welche Fehler lassen sich vermeiden? Das Whitepaper zeigt die Ergebnisse der bislang umfangreichsten Branchenumfrage zur Kommunikation in der Tiefengeothermie: mit konkreten Handlungsempfehlungen für Geschäftsführende und Kommunikationsverantwortliche.

Ihre Ansprechpartnerin für Tiefengeothermie

Dr.-Ing. Stefanie Walter

Dr.-Ing. Stefanie Walter

Kommunikationsberaterin bei Lots*

Dr.-Ing. Stefanie Walter verbindet wissenschaftliche Expertise im Energie-, Wärme- und Rohstoffsektor mit langjähriger Erfahrung als Medien- und Kommunikationsexpertin. Sie begleitet Tiefengeothermie-Projekte durch umfassendes Stakeholder*innen-Management und gezielte Akzeptanzkommunikation.

Häufige Fragen zur Kommunikation von Tiefengeothermie-Projekten

So früh wie möglich, idealerweise parallel zur Standortanalyse oder Vorstudie. Wer erst kommuniziert, wenn die Kritik laut wird, zahlt einen höheren Preis und hat deutlich weniger Spielraum, um Erwartungen noch richtig zu setzen.

Ortschaftsräte. Sie sind vor Ort die ersten Ansprechpartner*innen – und haben oft konkrete Bedenken, die ernst genommen werden müssen. Wer sie zu spät einbindet, riskiert Widerstand aus einer Richtung, die viele nicht auf dem Radar hatten.

Offen und frühzeitig. Fragen zu Erdbeben, Grundwasser und Schadenshaftung kommen in jedem Projekt. Wer sie antizipiert und ehrlich beantwortet – inklusive der Unterschiede zwischen Fündigkeitsversicherung und Schadenshaftung – schafft Planungssicherheit. Wer sie aussitzt, verliert Vertrauen.

Eine Informationsveranstaltung sendet. Echter Dialog empfängt und sendet. Formate wie Bürgerschaftsräte, Expert*innenrunden oder direkte Gespräche mit kritischen Stimmen schaffen Raum für Fragen, die sonst ungestellt bleiben – und Antworten, die wirklich gehört werden. Das ist aufwendige, aber auch deutlich wirksamer.

Tiefengeothermie ist für die meisten Stadtwerke kommunikatives Neuland. Interne Abteilungen sind oft nicht auf die spezifischen Herausforderungen spezialisiert – und personell selten dafür aufgestellt. Externe Unterstützung mit Tiefengeothermie-Erfahrung erhöht die Umsetzungssicherheit. Und sie hilft, Fehler zu vermeiden, die ein Projekt kippen können.

Nicht allein über Reichweite oder Klickzahlen. Entscheidend ist, ob Akzeptanz wächst, ob Anschlussquoten steigen, ob politische Prozesse stabil bleiben und ob Konflikte frühzeitig gelöst werden. Lots* definiert gemeinsam mit Auftraggeber*innen, welche Indikatoren für den jeweiligen Projektkontext relevant sind.

Vertrauen schaffen, bevor Widerstand entsteht

Sie planen ein Tiefengeothermie-Projekt – und wissen: Die kommunikativen Herausforderungen beginnen lange vor dem ersten Spatenstich. Sprechen Sie mit uns. Wir schauen gemeinsam, wie eine passgenaue Kommunikationsstrategie für Ihr Projekt aussehen kann.

Dr.-Ing. Stefanie Walter
Dr.-Ing. Stefanie Walter Kommunikationsberaterin