Für Energieversorger, Netzbetreiber und Stadtwerke: Wasserstoffprojekte kommunikativ so aufsetzen, dass Vertrauen in der Öffentlichkeit entsteht.
Die Aufgabe ist neu und sie ist groß: Bis 2032 soll in Deutschland ein Wasserstoffkernnetz von rund 9.000 Kilometern entstehen. Dafür müssen zahlreiche Projekte parallel geplant, genehmigt und umgesetzt werden – von der Umstellung bestehender Erdgasleitungen über neue Leitungsabschnitte bis hin zu Elektrolyseuren, Speichern und regionalen Anschlussprojekten. Gleichzeitig ist Wasserstoff für viele Menschen noch neu: als Technologie, als Infrastruktur und in seiner Bedeutung für die eigene Region.
Wer erst kommuniziert, wenn die ersten Fragen öffentlich werden, hat mehr Aufwand, weniger Wirkung und geringeren Spielraum.
Lots* begleitet Energieversorgungsunternehmen, Netzbetreibende und Stadtwerke bei der Kommunikation von Wasserstoffprojekten. Unser Ansatz beginnt nicht erst mit der Bauphase, sondern beim ersten Planungsgedanken.
Akzeptanzkommunikation für Wasserstoffprojekte ist die strategische aller Kommunikations- und Dialogprozesse rund um Aufbau und Betrieb von Wasserstoffinfrastruktur – etwa bei Leitungsprojekten, Elektrolyseuren, Speichern oder regionalen Netzanbindungen. Sie begleitet ein Vorhaben durch alle Projektphasen. Anders als klassische Öffentlichkeitsarbeit ist sie kein einzelnes Werkzeug, sondern der strategische Rahmen, der bestimmt, wann, wie und mit wem kommuniziert wird.
Erdgas kennt fast jede*r. Wasserstoff nicht. Viele Menschen fragen sich, wie Wasserstoff transportiert wird, wie sicher die Technologie ist, ob bestehende Leitungen umgestellt oder neue gebaut werden und was das konkret für ihre Region bedeutet. Diese Wissenslücken sind der Ausgangspunkt. Wer sie ignoriert, schafft Raum für Spekulationen, verkürzte Deutungen und Misstrauen.
Energieversorgende denken in Versorgungssicherheit und Wirtschaftlichkeit. Kommunalpolitik fragt nach Belastungen, Nutzen und politischer Vermittlungsfähigkeit. Anwohnende denken in Betroffenheit. Genehmigungsbehörden arbeiten entlang formaler Verfahren. So treffen in Wasserstoffprojekten sehr unterschiedliche Perspektiven aufeinander. Ohne strukturierten Dialog werden Zielkonflikte nicht bearbeitet und tauchen später als Widerstand, Verzögerung oder Vertrauensverlust wieder auf.
Bis 2032 soll in Deutschland ein Wasserstoffkernnetz von rund 9.000 Kilometern entstehen. Dafür müssen zahlreiche Vorhaben parallel geplant, genehmigt und umgesetzt werden – von der Umstellung bestehender Leitungen bis zu neuen Trassen, Speichern und Einspeisepunkten. Gleichzeitig gibt es für Wasserstoffprojekte bislang nur wenige eingespielte Kommunikationsroutinen. Viele Projektteams müssen kommunikative Strategien entwickeln, während die öffentliche Aufmerksamkeit bereits steigt. Die Anfragen aus Politik, Medien und Region kommen trotzdem früh.
Lots* begleitet Wasserstoffprojekte nach drei Grundsätzen:
Wir arbeiten mit einem anliegenfokussierten Ansatz im Umgang mit unterschiedlichen Stakeholder*innen(-Gruppen): Nicht nur das Unternehmen sendet, sondern die Perspektiven der Beteiligten werden früh einbezogen. Naturschützer*innen, Lokalpolitiker*innen, Industriekund*innen,auch kritische Stimmen sind Expert*innen. Wer sie früh einbindet, profitiert von ihrem Wissen und kann Projekte robuster machen. Wer sie hingegen ignoriert, trifft sie später im Genehmigungsverfahren wieder.
Wasserstoffprojekte haben eine Besonderheit: Es gibt kaum Vorbilder in diesem Umfang und viele Akteur*innen haben keine Routinen für diese Art der Projektkommunikation. Vergleichbare Erfahrungen kommen aus dem Erdgasleitungsbau, aber die Ausgangslage ist eine andere. Unsere Erfahrung zeigt: Wer früh erklärt, was verhandelbar ist und was nicht, vermeidet Enttäuschungen. Und schafft Raum für echten Dialog über das, was tatsächlich gestaltbar ist.
Wasserstoff macht Unsicherheiten sichtbar, die bei etablierter Infrastruktur oft gar nicht mehr ausgesprochen werden. Ist die Technologie sicher? Was passiert bei Leckagen? Warum müssen bestehende Leitungen umgerüstet werden? Diese Fragen kommen, ob man sie einlädt oder nicht. Lots* hilft dabei, technische Sachverhalte so zu vermitteln, dass sie verständlich sind, ohne sie zu verharmlosen.
GreenRoot ist eines der ersten Projekte zur Produktion und Einspeisung von grünem Wasserstoff in Deutschland. Lots* übernahm die Dialog- und Akzeptanzkommunikation vor Ort: Stakeholder*innen-Analyse, Einbindung von Kommunalpolitik und Anwohnenden sowie kontinuierliche Information aller relevanten Akteur*innen. Das Ziel: Vertrauen aufbauen, bevor Fragen öffentlich werden.
Lots* entwickelte dafür niedrigschwellige Kommunikationsformate, die technische Inhalte verständlich machten und gleichzeitig Raum für echten Dialog boten. So konnte frühzeitig eine breite gesellschaftliche Basis für das Vorhaben geschaffen werden.
Welche Rolle spielt Stakeholder*innen-Management beim Ausbau von Wasserstoffnetzen? Wie gelingt es, alle Beteiligten frühzeitig einzubinden – und Konflikte zu vermeiden, bevor sie entstehen? Das Whitepaper zeigt, worauf es ankommt.
Mareike Wald begleitet Energieversorger und Netzbetreiber bei der Kommunikation von Wasserstoffprojekten. Sie kennt die Prozesse und Technologien – und weiß, wie man komplexe Sachverhalte so vermittelt, dass Menschen sich einbezogen fühlen, nicht überfahren. Ihre Überzeugung: Akzeptanz entsteht nicht durch Argumente allein. Sondern durch echtes Zuhören – und die Bereitschaft, auch unbequeme Fragen früh zu beantworten.
Weil politischer Wille und gesellschaftliche Akzeptanz zwei verschiedene Dinge sind. Vergleichbare Infrastrukturprojekte – Stromtrassen, Windparks – zeigen: Mangelnde Akzeptanz führt zu erheblichen Verzögerungen, manchmal zur Verhinderung. Dass ein Projekt notwendig ist, reicht als Argument allein nicht aus.
Wasserstoff ist für viele Menschen neu. Die Technologie, die Risiken, der Nutzen für die Region. Das alles muss erklärt werden, ohne dass es etablierte Kommunikationsroutinen gibt. Hinzu kommt: Die Gruppe der Betroffenen ist größer als bei bekannten Infrastrukturprojekten. Wärme, Mobilität, Industrie, Gewerbe – im Prinzip sind alle Bereiche der Volkswirtschaft betroffen.
Offen und konkret. Fragen zu Leckagen, Explosionsrisiken oder Materialanforderungen kommen – ob man sie einlädt oder nicht. Wer sie proaktiv beantwortet, schafft Vertrauen. Wer sie aussitzt, schafft Raum für Spekulationen. Lots* hilft dabei, technische Sachverhalte so zu vermitteln, dass sie verständlich sind – ohne sie zu verharmlosen.
Kommunalpolitiker*innen sind keine passiven Beobachterinnen – sie sind zentrale Akteur*innen. Sie werden früh von Bürger*innen angesprochen, sie treffen Entscheidungen über Flächennutzung und lokale Genehmigungsprozesse, und sie sind oft erste Anlaufstelle für kritische Stimmen aus der Bevölkerung. Wer sie nicht frühzeitig einbindet, riskiert, dass sie das Projekt öffentlich in Frage stellen – nicht aus Überzeugung, sondern aus Informationsmangel. Lots* empfiehlt, Kommunalpolitik als eigenständige Zielgruppe zu behandeln: mit spezifischen Formaten, belastbaren Fakten und dem Angebot, Fragen ihrer Wähler*innen gemeinsam zu beantworten.
Sie wollen Ihr Wasserstoffprojekt kommunikativ so aufsetzen, dass Akzeptanz entsteht, bevor der erste Bagger rollt? Sprechen Sie mit uns – oder vertiefen Sie das Thema mit unserem Whitepaper.
Zum Kennenlernen, zum Vereinbaren von Terminen oder für Informationen: Am besten sprechen wir uns persönlich. Füllen Sie einfach das Kontaktformular aus. Wir melden uns dann umgehend bei Ihnen.