Für Projektierer*innen und Energieversorgungsunternehmen: Windenergieprojekte kommunikativ begleiten – von der Machbarkeitsphase bis zum Betrieb.
Windenergie ist in Deutschland mehrheitsfähig. Und trotzdem geraten Projekte vor Ort immer wieder unter Druck. Der Grund ist selten die Technologie selbst, sondern die Frage, wann und wie über ein Projekt gesprochen wird. Zwischen grundsätzlicher Zustimmung und lokaler Akzeptanz liegt ein sensibler Moment: der Vertrauensaufbau. Genau dort entscheidet sich, ob aus Planung Widerstand wird oder eben ein tragfähiger Dialog.
Repräsentative Umfragen zeigen seit Jahren eine hohe Zustimmung zur Nutzung und zum Ausbau von Windenergie an Land. Gleichzeitig wird dieselbe Technologie kritischer bewertet, sobald sie im direkten Wohnumfeld konkret wird. Was auf Bundesebene mehrheitsfähig ist, wird lokal oft neu verhandelt.
Projektierer*innen und Energieversorgungsunternehmen müssen deshalb nicht immer wieder die Grundsatzfrage beantworten, ob Windenergie sinnvoll ist. Entscheidend ist, wie ein konkretes Projekt vor Ort eingeführt, erklärt und begleitet wird – und ob es gelingt, Vertrauen aufzubauen, bevor Widerstand den Ton setzt.
Lots* begleitet Windenergieprojekte von der kommunikativen Frühphase bis zur Konfliktmoderation in angespannten Verfahren. Unsere Auftraggeber*innen: RWE Renewables, Sachsen Energie und Enercity Erneuerbare.
Akzeptanzkommunikation für Windenergieprojekte schafft die gesellschaftliche Grundlage dafür, dass Windparks gebaut werden können – bevor Widerstand entsteht. Sie beginnt vor dem ersten öffentlichen Planungsschritt und begleitet ein Projekt durch alle Phasen des BImSch-Verfahrens. Anders als klassische Öffentlichkeitsarbeit ist sie kein einzelnes Instrument, sondern der strategische Rahmen, der bestimmt, wann, wie und mit wem kommuniziert wird.
Windenergieprojekte werden oft jahrelang geplant, bevor die Öffentlichkeit davon erfährt. Das hat häufig einen nachvollziehbaren Grund: Solange Flächen rechtlich unsicher sind, Artenschutzgutachten laufen oder Netzanschlusspunkte ungeklärt sind, scheuen Projektierende die frühe Kommunikation – aus Angst, Erwartungen zu wecken, die sich nicht erfüllen lassen. Doch der Aufschub hat einen Preis: Wenn die Kommunikation dann beginnt, ist der Raum bereits vorgeprägt. Gerüchte kursieren, Positionen sind bezogen, Fronten verhärtet. Wer in dieser Situation mit Fakten und Zahlen antwortet, erreicht die Menschen nicht mehr.
Ingenieur*innen und Projektleitende sind für Planung und Genehmigung zuständig – nicht für Kommunikation. Trotzdem landen die Fragen bei ihnen: Die aufgebrachten Gemeinderatsmitglieder. Die Presseanfrage, die bis morgen früh beantwortet sein muss. Kommunikation als eigenständiges Arbeitspaket mit klaren Zuständigkeiten fehlt in vielen Projekten.
Wer Bürger*innen-versammlungen zu Windenergieprojekten moderiert, kennt die Situation: Die wütende Person, die sagt „Ihr macht unsere Heimat kaputt." Die ideologische Person, die keine Antworten will, sondern eine Bühne. Die dauerredende Person, die den Raum für alle anderen blockiert. Und in seltenen Fällen: jemand, der das Format bewusst zum Kippen bringen will. Diese Dynamiken sind keine Ausnahme – sie sind Teil des Prozesses. Entscheidend ist nicht, ob sie auftreten. Sondern ob das Projektteam weiß, wie es damit umgeht.
Lots* begleitet Windenergieprojekte nach vier Grundsätzen – unabhängig davon, ob ein Projekt in der Vorplanung steckt oder bereits kommunikativ unter Druck steht.
Am Anfang jedes Projekts steht eine Stakeholder*innen-Analyse. Lots* richtet den Blick dabei nicht nur auf potenzielle Kritiker*innen, sondern gezielt auf potenzielle Befürworter*innen: Vereine, Jugendclubs, lokale Unternehmen, kulturelle Einrichtungen. Ziel ist es, Gespräche dort zu führen, wo sie ohnehin stattfinden.
Lots* empfiehlt konsequent Prozess- und Entscheidungsoffenheit. Das bedeutet: klar benennen, was Anwohnende mitgestalten können – und was bereits feststeht. Wer falsche Erwartungen weckt, zahlt später einen höheren Preis. Wer von Anfang an ehrlich ist, schafft Spielraum für echten Dialog.
Windenergieprojekte lösen Gefühle aus: Sorge, Misstrauen, manchmal auch Begeisterung. Lots* erfasst nicht nur Sachargumente, sondern auch Stimmungslagen – nach Veranstaltungen, in der Region, im Gemeinderat. Wer den emotionalen Zustand eines Projekts kennt, kommuniziert gezielter. Und reagiert schneller, wenn sich etwas verändert.
Lots* begleitet Windenergieprojekte durch alle Projektphasen – in konfliktarmen Regionen und in Gebieten mit organisiertem Widerstand. Drei Beispiele:
Windenergie im Wald, in einer Region mit aktiven Bürgerinitiativen und politisch aufgeladenem Klima. Lots* übernahm die strategische Kommunikationsberatung: Konzeption und Moderation von Bürger*innen-Veranstaltungen, Beratung zum Kommunikationstiming in der Frühphase – und Konfliktmoderation in hitzigen Momenten.
Bis zu 43 Windenergieanlagen im niedersächsischen Forst: das größte Projekt von Enercity Erneuerbare. Lots* übernahm die strategische Kommunikationsberatung: Stakeholder*innen-Analyse, Konzeption und Moderation eines öffentlichen Infomarkts in Mellendorf – und Ad-hoc-Beratung bei tagesaktuellen Entwicklungen.
Lots* begleitete RWE Renewables bei der kommunikativen Umsetzung von Windenergieprojekten in Sachsen – mit Stakeholder*innen-Kommunikation, Beratung zur Prozessgestaltung und Unterstützung der Projektteams vor Ort.
Wie erreichen Sie bei Infrastrukturprojekten nicht nur die engagierte Minderheit, sondern auch die schweigende Mehrheit? Wie nutzen Sie vorhandene Daten, um Ihre Kommunikation gezielter, transparenter und effizienter zu machen? Das White Paper zeigt, wie datenbasierte Kommunikation den Unterschied macht – von der Zielgruppenansprache bis zum strategischen Ressourceneinsatz.
Mareike Wald begleitet Windenergieprojekte mit einem konstruktiven Blick für den Dialog – und dem Verständnis dafür, dass hinter jedem Widerstand eine berechtigte Frage steckt. Sie kennt die Zwänge der Projektierer*innen, die Dynamiken in Gemeinderäten – und die Momente, in denen sachliche Kommunikation allein nicht mehr weiterhilft.
Erst mal: durchatmen. Widerstand ist kein Kommunikationsversagen. Er ist ein Signal. Er zeigt, dass Menschen das Projekt ernst nehmen und Antworten wollen. Die Frage ist nicht, wie man ihn zum Schweigen bringt. Die Frage ist, welche Antworten gebraucht werden – und wer sie gibt. Lots* hilft dabei, kritische Fragen zu identifizieren und Formate zu entwickeln, die echten Dialog ermöglichen.
Weil das eigentliche Problem kein Informationsdefizit ist. Wenn Positionen bereits bezogen sind und Vertrauen fehlt, erreichen Fakten und Zahlen die Menschen nicht mehr. Wer in einem emotional aufgeladenen Raum nur mit Sachargumenten antwortet, verstärkt das Gefühl: Die hören uns nicht wirklich zu.
Direkte Widerlegung allein hilft selten – sie gibt Fehlinformationen zusätzliche Aufmerksamkeit und bestätigt das Gefühl, dass "die da oben" die Kontrolle über die Erzählung behalten wollen. Wirksamer ist es, frühzeitig eine eigene, glaubwürdige Informationsinfrastruktur aufzubauen: lokale Multiplikator*innen, die sprechen. Formate, in denen Fragen ernst genommen werden. Und eine konsistente Kommunikation, die Raum lässt für Unsicherheiten – statt nur fertige Antworten zu liefern.
Information bedeutet: Wir sagen, was geplant ist. Einbezug bedeutet: Wir nehmen auf, was die Menschen bewegt – und lassen es in den Prozess einfließen. Beides hat seinen Platz. Entscheidend ist, ehrlich zu benennen, was verhandelbar ist und was nicht. Wer das verwischt, verliert Vertrauen – auch bei denen, die dem Projekt grundsätzlich offen gegenüberstehen.
Eine erhebliche Rolle. Studien zeigen, dass die große Mehrheit der Anwohnenden erwartet, dass ihre Kommune finanziell spürbar von einem Windenergieprojekt profitiert. Jedoch bleibt die tatsächliche Wahrnehmung meist weit dahinter zurück. Finanzielle Beteiligungsmodelle sind kein Ersatz für Kommunikation und sie schaffen eine materielle Grundlage für Vertrauen. Entscheidend ist also, dass diese Vorteile aktiv und verständlich kommuniziert werden und nicht im Kleingedruckten verschwinden.
Lots* begleitet Projekte durch alle Phasen: Machbarkeit, Prüfung, Genehmigung nach BImSchG, Bau und Inbetriebnahme. Je nach Phase braucht es andere Formate und andere Botschaften. In der Frühphase geht es um Vertrauensaufbau und Stakeholder*innen-Analyse. In der Genehmigungsphase um Prozessoffenheit. In der Bauphase um kontinuierliche Information – und schnelle Reaktion, wenn etwas schiefläuft.
Sie planen ein Windenergieprojekt – oder stehen bereits unter kommunikativem Druck? Sprechen Sie mit Mareike Wald. Wir begleiten Sie von der Machbarkeitsphase bis zum Betrieb.
Zum Kennenlernen, zum Vereinbaren von Terminen oder für Informationen: Am besten sprechen wir uns persönlich. Füllen Sie einfach das Kontaktformular aus. Wir melden uns dann umgehend bei Ihnen.