Wie Stadtwerke und kommunale Energieversorger Tiefengeothermie-Projekte zum Erfolg führen.
Ängste vor Erdbeben, offene Haftungsfragen: Über 150 Tiefengeothermie-Projekte sind in Deutschland in Planung – doch die öffentliche Wahrnehmung hält nicht Schritt. Eine Studie der Universität Leipzig aus dem Jahr 2025 zeigt: Geothermie belegt unter allen erneuerbaren Energien den letzten Platz bei Bekanntheit und Akzeptanz. Technisch und wirtschaftlich sind viele Projekte längst reif.
Wer das ändern will, muss Kommunikation frühzeitig als strategische Aufgabe begreifen, nicht als Begleitmaßnahme. Standardlösungen gibt es nicht: Jede Region, jedes Projekt und jeder Akteur*innenkreis ist anders. Strategische Akzeptanzkommunikation beginnt nicht beim Genehmigungsantrag, sondern bei der Standortwahl. Sie beantwortet die Frage „Warum hier?", bevor andere sie stellen. Und sie schafft den politischen und gesellschaftlichen Rückhalt, den ein Projekt braucht, um realisiert zu werden.
Lots* begleitet Stadtwerke dabei, Akzeptanz zu sichern, Widerstände zu vermeiden und politische Rückendeckung aufzubauen – von der ersten Stakeholder*innen-Analyse, über die Bauphase bis zum Betrieb der Anlage. Wir kennen die Ängste der Bevölkerung, die Logik der Genehmigungsbehörden und die Fragen der Kommunalpolitik. Und wir wissen, wann welche Antwort gefragt ist.
Akzeptanzkommunikation für Tiefengeothermie schafft die gesellschaftliche Grundlage für grundlastfähige Erdwärme. Ziel ist es, Vertrauen aufzubauen, bevor Widerstand entsteht. Sie ist der strategische Rahmen, der bestimmt, wann, wie und mit wem kommuniziert wird. Dabei verbindet sie Stakeholder*innen-Management, politische Kommunikation und zielgruppenspezifische Formate. Abgestimmt auf die besonderen Herausforderungen der Tiefengeothermie: Skepsis gegenüber Bohrtechnik, Fragen zur Seismizität und Grundwasser sowie komplexe Genehmigungsverfahren.
Tiefengeothermie trägt die Last vergangener Fehler. Erdbeben in Basel, Bodenhebungen in Staufen: Beides hatte andere Ursachen, andere Technologien. Für die Bevölkerung vor Ort ist das irrelevant. Was bleibt, ist Misstrauen.
Standortentscheidungen sind geologisch begründet. Für Anwohnende klingen sie willkürlich. Ortschaftsräte, Wasserversorger, Bürger*innen-Initiativen: Sie alle wollen wissen, warum das Projekt genau hier stattfindet – und was passiert, wenn etwas schiefläuft.
Viele Energieversorger behandeln Kommunikation als Nebenaufgabe – ohne spezifische Expertise, ohne klare Zuständigkeiten. Das Ergebnis: punktuelle Maßnahmen statt durchgängiger Strategie, Pressearbeit statt Dialog, Reaktion statt Haltung. Projekte, die technisch und planerisch solide sind, scheitern trotzdem, weil Vertrauen kein Selbstläufer ist.
Unsere Erfahrung zeigt: Wer zu spät kommuniziert, verliert Handlungsspielraum. Lots* beginnt die Kommunikationsarbeit daher parallel zur Standortanalyse. Wir entwickeln Kernbotschaften, bevor Gerüchte sie ersetzen. Und wir klären intern, wer was wann sagt.
Tiefengeothermie ist nicht gleich Geothermie. Das Verfahren unterscheidet sich grundlegend von den Verfahren, die Schäden verursacht haben. Diese Unterscheidung muss aktiv kommuniziert werden – sachlich, verständlich, wiederholt. Lots* entwickelt Formate, die Wissen aufbauen, ohne zu belehren.
Politische Rückendeckung sichert den gesellschaftlichen Rückhalt und erleichtert die Projektumsetzung. Lots* begleitet den Dialog mit Kommunalpolitik, Behörden und Verwaltung: frühzeitig und strukturiert.
Lots* begleitet die Stadtwerke Halle mit Kommunikationsberatung und Moderation im Programm Roadmap Klimaneutralität <2045. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie ein komplexer Transformationsprozess intern und extern so kommuniziert wird, dass er Vertrauen schafft – bei Mitarbeitenden, Politik und Öffentlichkeit.
Lots* unterstützt die Städtischen Werke Magdeburg mit gezielter Akzeptanzkommunikation auf dem Weg zur klimafreundlichen Wärmeversorgung. Der Fokus liegt darauf, Bürger*innen frühzeitig einzubinden und die öffentliche Debatte proaktiv zu gestalten – bevor Widerstände entstehen.
Lots* begleitete die kommunale Wärmeplanung der Gemeinde Blankenfelde-Mahlow von der Konzeption bis zum Beschluss – mit einem Fachbeirat Wärme, einem Bürgerforum und umfassender Öffentlichkeitsarbeit. Ein Beispiel dafür, wie Beteiligung und Kommunikation von Anfang an als strategische Einheit gedacht werden können.
Der Kommunale Wärmeplan steht – doch wie gelingt jetzt der Schritt von der Planung in die Umsetzung? Wie schaffen Sie Akzeptanz bei Bürger*innen und binden unterschiedliche Akteur*innen partnerschaftlich ein? Das Whitepaper zeigt, welche Rolle strategische Kommunikation spielt, wenn aus Plänen echte Veränderung wird.
Miriam Mathias begleitet Wärmeversorgungsprojekte bei Stadtwerken und Kommunen. Sie kennt die Zwänge der Projektteams. Die Planungslogik der Ingenieur*innen. Und die Fragen der Eigentümer*innen, die wissen wollen, was der Anschluss sie wirklich kostet. Ihre Überzeugung: Akzeptanz entsteht nicht durch Argumente allein. Sondern durch echtes Zuhören – und die Bereitschaft, auch unbequeme Wahrheiten früh auszusprechen.
Idealerweise bevor konkrete Entscheidungen gefallen sind. Wer erst kommuniziert, wenn der Ausbau beschlossen ist, findet oft bereits verhärtete Positionen vor. Frühzeitige Kommunikation schafft Raum für echten Dialog und verhindert, dass Gerüchte die Deutungshoheit übernehmen.
Indem man ehrlich ist – über das, was verhandelbar ist, und das, was es nicht ist. Bürger*innen akzeptieren auch schwierige Entscheidungen, wenn sie das Gefühl haben, ernst genommen zu werden. Was sie nicht akzeptieren: das Gefühl, dass etwas verschwiegen wird.
Weil sie tief in private Entscheidungen eingreift. In einigen Fällen sollen Eigentümer*innen in ein System investieren, das sie nicht selbst gewählt haben. Das ist erklärungsbedürftig. Und es braucht eine Kommunikation, die das ehrlich benennt, statt es zu beschönigen.
Nicht über klassische Informationsveranstaltungen. Eigentümer*innen, die sich nicht angesprochen fühlen, kommen nicht. Wirksamer sind Formate, die dort ansetzen, wo sie ohnehin sind – über Intermediäre wie Schornsteinfeger*innen, Hausverwaltungen oder lokale Netzwerke.
Widerstand ist kein Kommunikationsproblem – er ist ein Signal. Meistens zeigt er, dass Fragen offengeblieben sind oder Bedenken nicht ernst genommen wurden. Lots* hilft dabei, Widerstand frühzeitig zu erkennen, die dahinterliegenden Fragen zu verstehen und kommunikativ zu antworten – bevor aus Skepsis Ablehnung wird.
Nicht allein über Reichweite oder Klickzahlen. Entscheidend ist, ob Akzeptanz wächst, ob Anschlussquoten steigen, ob politische Prozesse stabil bleiben und ob Konflikte frühzeitig gelöst werden. Lots* definiert gemeinsam mit Auftraggeber*innen, welche Indikatoren für den jeweiligen Projektkontext relevant sind.
Sie planen ein Wärmeversorgungsprojekt – oder stecken bereits mittendrin? Sprechen Sie mit uns – oder vertiefen Sie das Thema mit unserem Whitepaper.
Zum Kennenlernen, zum Vereinbaren von Terminen oder für Informationen: Am besten sprechen wir uns persönlich. Füllen Sie einfach das Kontaktformular aus. Wir melden uns dann umgehend bei Ihnen.